ForscheFuchs

Das Alexandrow-Ensemble Botschafter des Friedens 

Ausstellung | 3. Mai bis 10. Juni 2019

„Steh auf, steh auf, du Riesenland! Heraus zur großen Schlacht! Den Nazihorden Widerstand! Tod der Faschistenmacht!“ Wo immer auch das Lied „Der Heilige Krieg“ in Russland erklingt, erhebt sich der ganze Saal. Es ist das Lied der Lieder. Komponiert und arrangiert hat es Alexander Alexandrow. Der Gründervater des Tanz- und Gesangsensembles der Sowjetarmee, Moskaus singender Waffe. Geschmiedet im Zweiten Weltkrieg, dem russischen „Großen Vaterländischer Krieg“. Veteranen berichten, dieses Lied hätte mindestens genau so viel Anteil am Sieg der Roten Armee, wie der legendäre Panzer T-34.

Heute zählt das 1928 gegründete Alexandrow-Ensemble zu den berühmtesten Chören weltweit und gilt als einer der wichtigsten Botschafter russischer Kultur. Das Programm beschränkt sich dabei nicht nur auf militärische Lieder, vielmehr bietet es einen umfassenden Einblick in die Seele Russlands. Klassiker wie „Kalinka" und „Katyusa", Meisterwerke wie die Arie „Nessun Dorma" beeindrucken in einer Darbietung durch 100 Männerstimmen, unterstütz durch Einlagen des weltberühmten traditionellen russischen Balletts.

Die Ausstellung „Alexandrow-Ensemble. Botschafter des Friedens“ zeigt erstmals im deutschsprachigen Raum die Geschichte des Chores. Sie erinnert an die großen Höhepunkte, würdigt dessen künstlerische Bedeutung und zeigt – über die Zäsur des tragischen Flugzeugunglücks im Jahr 2016, bei dem 64 Sänger und Tänzer ums Leben kamen, hinaus – den weiteren Weg in die Zukunft.

Dabei ruft die Ausstellung auch ein wichtiges Ereignis in Erinnerung: das legendäre Konzert auf dem Berliner Gendarmenmarkt vor gut 70 Jahren, am 18. August 1948. Mit diesem Auftritt reichte das Ensemble den Deutschen symbolisch die Hand, Sieger und Besiegte sollten sich nie wieder als Feinde gegenüberstehen. Ein leider frommer Wunsch, wie die folgenden 40 Jahre zeigen sollten; ein Wunsch, den man trotzdem nie aufgeben sollte.

Der Titel der Ausstellung knüpft an den Auftritt von 1948 an: „Botschafter des Friedens“. Der Ausstellungsort in Wismar, das phanTECHNIKUM, gehörte bis 1993 als Stabsgebäude zum Kasernenkomplex „Lübsche Burg“. Hier waren das 288. Garde-Mot.-Schützenregiment sowie das 199. Garde-Panzerartillerieregiment der Sowjetarmee stationiert.

Heute wird im phanTECHNIKUM Technikgeschichte interaktiv präsentiert und spannend erzählt. Mit der Ausstellung zum Alexandrow-Ensemble, den weltweit gefeierten Meistern der Gesangstechnik, widmet sich das Team des phanTECHNIKUM gemeinsam mit den Ausstellungsmachern Claudia Opitz und Sebastian Köpcke erstmals einem musikalischen Thema.

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Leonardo Da Vinci. Maschinen

Ausstellung | 18. Juni bis 10. September 2019

Der Ausnahmekünstler Leonardo Da Vinci (1452 – 1519) hat sich zurecht auch einen Ehrenplatz in der Geschichte der Wissenschaft verdient. Und zwar nicht unbedingt deshalb, weil er Konstruktionspläne von Flugmaschinen oder Unterseebooten zu Papier brachte. Diese Ideen wurden ja anscheinend nie realisiert. Seine besondere Stellung als Wissenschaftler erklärt sich vielmehr daraus, wie er sein Nachdenken über die Natur dargestellt hat: durch die Verwendung visueller Schemata und Skizzen und durch das Erschaffen von Kunstwerken.

Leonardo war zugleich Maler, Bildhauer, Kunsthistoriker, Anatom, Naturforscher, Architekt, Mechaniker und Erfinder. Solch ein perfektes Zusammentreffen von Wissenschaftler und Künstler in einer Person wird sich wohl nicht wiederholen. Selbst nach 500 Jahren überrascht uns der Renaissance-Mensch Leonardo immer wieder.

2019 jährt sich der Todestag Leonardos zum 500sten mal. Aus diesem Anlass lassen wir mit der Ausstellung LEONARDO DA VINCI. MASCHINEN die Ideen und Visionen des Universalgenies lebendig werden. Maschinen und Maschinenelemente, von Leonardo erdacht oder verbessert, sind in Form von Großmodellen Wirklichkeit geworden. Der überwiegende Teil der Exponate ist interaktiv erlebbar. Es darf angefasst und ausprobiert werden!

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Unser Urlauberschiff                              60 Jahre FRITZ HECKERT

Ausstellung | November 2019 bis April 2020

Anlässlich der Kiellegung des Fahrgastschiffs FRITZ HECKERT am 28. November 1959 auf der Mathias-Thesen-Werft in Wismar zeigt das phanTECHNIKUM zahlreiche Exponate, Fotografien, Film- und Tondokumente.

Die in Zusammenarbeit mit Zeitzeugen erstellte farbenfrohe und lebendige Ausstellung präsentiert die 40-jährige Reise des "Urlauberschiffs" vom Baubeginn bis zum Abwracken auf einem indischen Schiffsfriedhof.