Pressespiegel
Das phanTECHNIKUM® wirft seine Schatten voraus. Der Blätterwald rauscht.
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Ostsee Zeitung 16.09.2009
Bliemel fordert Entscheidung zum Phantechnikum
Für sieben Millionen Euro wird derzeit der erste Abschnitt der zukünftigen Ausstellungshallen des Phantechnikums im Bereich Lübsche Burg saniert. Gleichzeitig wird die Ausstellungskonzeption vorbereitet, sodass voraussichtlich im Sommer 2011 das Technische Landesmuseum eröffnet werden kann. Über Planungsstand und Baufortschritt hatte sich der SPD-Bundestagskandidat für Wismar, Nordwestmecklenburg und Parchim, Stephan Bliemel, vor Ort informiert. Begeistert
von dem Vorhaben fordert Bliemel von der Landesregierung, möglichst zeitnah eine Entscheidung über die Förderung des zweiten Bauabschnittes zu fällen: „Ein halbes Phantechnikum darf nur ein kurzes Provisorium werden. Der noch unsanierte Flügel muss schnell hergerichtet werden, um die gesamte Ausstellung zeigen zu können und die Betriebsabläufe zu gewährleisten.“
P.M.
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Tourismuszeitung Mecklenburg-Vorpommern 09/2009
Von der Kaserne zum Museum: phanTECHNIKUM entsteht in Wismar
Im Jahr 2011 erhalt die Hansestadt Wismar eine neue Attraktion: Das bislang an den Standorten Schwerin und Wismar präsente Technische Landesmuseum öffnet dann sein neues Haus, das phanTECHNIKUM. „Der Schweriner Marstall platzt aus allen Nahten. Die Lage des Wismarer Glashauses war nie optimal. Es wurde Zeit für eine neue Losung“, erklärte Dr. Kathrin Moller, Projektleiterin des Technischen Landesmuseums. „Daher gestalten wir ein völlig neues Museum in alten Mauern.“
Auf einem ehemaligen Kasernengelände an der Lübschen Burg laufen seit über einem halben Jahr die Bauarbeiten. Ein Stabsgebäude aus den 30er Jahren wird bis zum Ende 2010 nach Planen des Schweriner Architekten Joachim Brenncke Stuck für Stuck in ein Erlebnismuseum verwandelt, das 2011 die ersten Besucher begrüßen wird. Die Kosten für das ambitionierte Projekt teilen sich das Land Mecklenburg-Vorpommern, die Hansestadt Wismar und verschiedene Förderer. Das phanTECHNIKUM hat nach Abschluss des ersten Bauabschnitts knapp 2.500 Quadratmeter Ausstellungsflache. Ein zweiter Bauabschnitt wird noch mehr Platz schaffen, so dass in Zukunft ungefähr 4.000 Quadratmeter zur Verfugung stehen. „In den modernen großen Raumen werden unsere Objekte sehr viel besser zur Geltung kommen als in der Vergangenheit“, sagte Moller. Die Präsentation er bisherigen Ausstellungen des Technischen Landesmuseums verändert sich im neuen Bau grundlegend. „Unsere Modelle und Maschinen der beiden alten Schauen werden nicht nur zusammengeführt, sondern ergänzt und in völlig neuer Form gezeigt.“ Eine interaktive Ausstellung, Experimente, Modelle und viele Kreativwerkstatten lassen das Museum bald zu einer lebendigen Einrichtung heranwachsen: Technik zum Anfassen und Mitmachen. Die vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde gliedern dabei die Themenbereiche der neuen Ausstellung. Informationen: ww.phantechnikum.de/blog
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Schweriner Volkszeitung 20.08.2009
Interesse an Marstall signalisiert
Nur noch bis Ende 2010 ist im Marstall an der Werderstraße das Technische Landesmuseum untergebracht.
Er könne sich eine Nutzung des Marstalls durch die Stiftung Mecklenburg sehr gut vor stellen, sagt der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Jürgen Meier. Und er geht sogar noch einen Schritt weiter: Dass die Stiftung ihren Sitz mit Jahresbeginn von Ratzeburg nach Schwerin verlegt hat, habe direkt mit der baulichen “Infrastruktur” in der Stadt zu tun. “Im Marstall könnten wir unsere Gemäldesammlung sehr gut präsentieren, aber zum Beispiel auch Trachten, Münzen oder Skulpturen zeigen”, so Meier.
Derzeit nutzt die Stiftung Mecklenburg, die in Ratzeburg weiterhin das “Haus Mecklenburg” unterhält, in Schwerin Räume des Schleswig-Holstein-Hauses in der Puschkinstraße. Mit Regine Marquardt gibt es in der Landeshauptstadt auch eine Beauftragte des Bildungsministeriums, die unter anderem für die Stiftung Mecklenburg zuständig ist.
Bei der Frage, ob künftig eine Nutzung des Marstalls durch die Stiftung Mecklenburg in Betracht komme, hält sich das Land aber offiziell zurück. Gegenwärtig werde nicht über eine Nachnutzung des repräsentativen Gebäudes in der Werderstraße nachgedacht, heißt es aus dem Bildungsministerium auf Anfrage unserer Zeitung. Ein Beschluss sei noch nicht gefallen, erklärt auch der Leiter des Schweriner Geschäftsbereiches des landeseigenen Betriebes für Bau und Liegenschaften (BBL), Michael Bleyder. Nach seinen Angaben wird allerdings schon an einem Konzept für die zukünftige Nutzung des Marstalls gearbeitet.
An einer Entscheidung kommt das Land auch nicht vorbei, denn so viel steht fest: Die Tage des Technischen Landesmuseums in Schwerin sind gezählt. Ende 2010 soll die Ausstellung aus dem Marstall nach Wismar verlegt werden (wir berichteten). Im Frühjahr wurde in der Hansestadt der Grundstein für den ersten Bauabschnitt des geplanten “Phantechnikums” gelegt. Auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne soll die Technikgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns in vier großen Bereichen dargestellt werden. Kosten: rund 15 Millionen Euro.
Die Stadt bedauere den Umzug des Technischen Landesmuseums außerordentlich, sagt Kulturdezernent Hermann Junghans (CDU): “Wir konzentrieren uns aber auf andere Museumsprojekte und haben nicht die finanziellen Mittel,
um etwa noch einen Teil der Technik schau in Schwerin zu halten.” Positiv stehe die Stadt jedoch dem Wunsch der Betreiber des Technikmuseums gegenüber, an einem zentralen Ort in der Landeshauptstadt eine Art “Schaufenster” für das “Phantechnikum” einzurichten, betont Junghans.
Ebenfalls mit Sympathie begleite die Stadt die Ambitionen der Stiftung Mecklenburg, so der Dezernent: “In eine Ausstellung im Marstall könnten wir Exponate aus unserer großen.
Christian Koepke
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Ostsee Zeitung 15./16.08.2009
Umbau für künftiges Phantechnikum in vollem Gange
Es geht voran auf der Großbaustelle des künftigen Phantechnikums auf dem ehemaligen Kasernengelände an der Lübschen Burg. Laut aktuellem Stand könnte damit der Rohbau für den ersten Bauabschnitt des Gesamtprojektes Ende nächsten Jahres fertig sein. Somit werden zunächst auf 2200 Quadratmetern die Exponate für den ersten Ausstellungsteil platziert. Eine Eröffnung wäre damit aus jetziger Sicht in knapp zwei Jahren möglich. Bauliche Basis ist das u-förmige Stabsgebäude, welches mit dem gesamten Kasernenbau Anfang der 30-er Jahre errichtet wurde. Doch jetzt erst zeigte sich, dass sich die Gegebenheiten für den Umbau und die Sanierung anders gestalteten, als zunächst angenommen wurde.
Hans-Joachim Zeigert
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Ostsee Zeitung 10.07.2009
Technisches Landesmuseum zieht erst 2011 nach Wismar
Beim Bau des Technischen Landesmuseums in Wismar wird es dem Geschäftsführer der Museums-Betriebsgesellschaft, Henrik Fanger, zufolge Verzögerungen geben. Erst 2011 sei an einen Umzug von Schwerin nach Wismar zu denken, bis 2010 werde die Ausstellung im Schweriner Marstall noch komplett betrieben, sagte Fanger gestern. Ursprünglich sollte das Museum schon im kommenden Jahr nach Wismar umziehen. „Der zweite Bauabschnitt ist in weite Ferne gerückt“, teilte er weiter mit. Die finanzielle Situation sei prekär. Für das neue Museum mit dem Namen „Phantechnikum“ wird eine ehemalige Kaserne saniert.
dpa
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Schweriner Volkszeitung 08.07.2009
Stadt lässt Museum ziehen
Die Tage des Technischen Landesmuseums in Schwerin sind gezählt. “Ende 2010 wird die Ausstellung aus dem Marstall nach Wismar verlegt”, sagt Dr. Henrik Fanger, Geschäftsführer der Technisches Landesmuseum MV Betriebsgesellschaft. Im Frühjahr wurde in der Hansestadt der Grundstein für den ersten Bauabschnitt des geplanten “Phantechnikums” gelegt (wir berichteten). Auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne soll die Technikgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns in vier großen Bereichen dargestellt werden. Kosten: rund 15 Millionen Euro.
Noch Anfang des Jahres hatte es die Hoffnung gegeben, dass wenigstens ein Teil der Technikschau in der Landeshauptstadt bleiben könnte. Keineswegs strebe das Technische Landesmuseum einen Rückzug aus Schwerin bewusst an, so seinerzeit TLM-Projektleiterin Dr. Kathrin Möller: “Wir erwarten von der Stadt aber ein klares Bekenntnis, unsere Niederlassung in der Landeshauptstadt künftig zu unterstützen.”
Schon damals hatte Kulturdezernent Hermann Junghans (CDU) die Erwartungen gedämpft. Inzwischen hat sich die Verwaltung offenbar mit dem Rückzug des Museums abgefunden. “Wir bedauern, dass sich das Technische Landesmuseum aus Schwerin zurückzieht”, sagt Junghans. Die Stadt konzentriere sich jedoch auf andere Museumsprojekte. Als Beispiele nennt er die Bemühungen um ein Mecklenburgisches Landesmuseum, die erfolgreiche Ansiedlung des Feuerwehrmuseums und die Entwicklung eines neuen Konzeptes für das Volkskundemuseum.
TLM-Geschäftsführer Fanger lässt unterdessen noch eine Hintertür offen. Die Landeshauptstadt sei für das Technikmuseum weiterhin wichtig – als Werbestandort. So könne er sich durchaus die Einrichtung eines “Schaufensters” in Schwerin vorstellen, betont Fanger, der entsprechende Gespräche mit der Stadt ankündigt.
Wie der jetzt vom Technischen Landesmuseum belegte Teil des Marstalls künftig genutzt werden soll, ist nach Angaben des Leiters des Schweriner Geschäftsbereiches des landeseigenen Betriebes für Bau und Liegenschaften (BBL), Michael Bleyder, noch nicht geklärt.
Christian Koepke
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Marktzeitung 03.06.2009
Nachgefragt: Bei Dr. Kathrin Möller, Projektleiterin phanTECHNIKUM
Frage: Frau Dr. Kathrin Möller, im Jahr 1961 wurde das Technische Landesmuseum als Polytechnisches Museum in Schwerin gegründet. Durchschnittlich 100.000 Besucher kamen danach jährlich in den damaligen Ausstellungsort Schweriner Schloss. 1990 erfolgte dann der Umzug in den Marstall und 2002 entschied eine Mehrheit des Vereines „Technisches Landesmuseum M-V“, der Trägerverein des Museums, den Standort nach Wismar zu verlegen. Das phanTECHNIKUM, dessen Grundsteinlegung am 11. Mai im Kasernenkomplex an der Lübschen Burg erfolgte, soll 2011 die ersten Besucher begrüßen. Warum erfolgte der Umzug nach Wismar? Was werden die Besucher ab 2011 erwarten dürfen?
Dr. Kathrin Möller: Der Schweriner Marstall platzt aus allen Nähten und der Verein Technisches Landesmuseum folgte 2002 einem Angebot der Hansestadt Wismar, das ehemalige Stabsgebäude an der Lübschen Straße zu nutzen. Dem neuen Projekt phanTECHNIKUM stehen dort ab Ende 2010 zunächst 2500 m², ab 2013 dann insgesamt mehr als 5000 m² als Nutzfläche zur Verfügung. Das ist großartig. Den zukünftigen Besucher erwartet eine Erlebnisausstellung, die in den vier Abteilungen „Feuer, Wasser, Luft und Erde“ von Technik und Technikgeschichte erzählt. Dabei wird der Besucher nicht nur schauen, sondern vielfach zum Mitmachen eingeladen.
Frage: Welche Schwerpunkte werden in der Ausstellung ab 2010 gesetzt werden? Wie wird die Ausstellungsfläche aussehen?
Dr. Kathrin Möller: Im Bereich Luft z. B. werden wir von Luftfahrt, dem Traum vom Fliegen erzählen. Im Bereich Wasser werden die Eigenschaften des nassen Elements untersucht und hinterfragt, warum Schiffe schwimmen. Im Bereich Feuer gibt es ein Scheelelaboratorium und eine Feuerwerkstatt. Das „Ganze“ wird zunächst auf ca. 2300 m² zu sehen sein. Der zweite Bauabschnitt bringt dann nochmals 1700 m² mehr.
Frage: Welche zusätzlichen Angebote – im Vergleich zum bisherigen Technischen Landesmuseum – wird das phanTECHNIKUM vorweisen?
Dr. Kathrin Möller: Die ständigen Werkstätten für Groß und Klein sind z.B. zusätzliche Angebote. Demnächst geht das „Propeller-Karussell“ in die Planung, es folgen Heißluftballone, Dampfmaschine, Warmluftfront und viele Experimente mehr. Eigentlich wird der Weg, der mit dem Polytechnischen Museum 1962 begonnen wurde, ausgebaut.
Die Fragen stellte: M. Michels
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Marktzeitung 27.05.2009
Einfach goldrichtig!
Grundstein für Technisches Landesmuseum gelegt
Am Montag vergangener Woche wurde in Wismar der Grundstein für das Technische Landesmuseum gelegt. Für Senator Thomas Beyer war das ein guter Grund, sich für die „goldrichtige Entscheidung“ beim Land zu bedanken, das von den sieben Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt die Hälfte der Baukosten übernimmt.
Der stellvertretende Bürgermeister würdigte das Engagement der Sponsoren, der Bürgerschaft sowie des Vereins Technisches Landesmuseum MV. „Mit dem Technischen Landesmuseum, das künftig den Namen Phantechnikum tragen wird, ist Wismar um eine Attraktion reicher“, so Baustaatssekretär Sebastian Schröder. Das ehemalige Stabsgebäude, das zentrale und bedeutendste Gebäude in der Kasernenanlage Lübsche Burg, wird saniert und so umgebaut, dass es die Ausstellungsräume beherbergen kann. Das eingeschobene gläserne Neubauteil wird den Eingang mit Informationsbereich, Kasse und Garderobe bilden. Im Frühjahr 2011 werden die Baumaßnahmen voraussichtlich abgeschlossen sein und das Phantechnikum eröffnet werden. „Es wird ein Erlebniszentrum entstehen, das Fantasie und Technik, Sehen und Mitmachen miteinander verbindet“, freut sich Sebastian Schröder. Der Verein Technisches Landesmuseum will seine bisherige Sammlung bewahren, ausbauen und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Verkehrsanbindungen nannte der Staatssekretär optimal. „Das Phantechnikum wird zur Stärkung des Entwicklungsbereiches Lübsche Burg, der 1993 in die Städtebauförderung des Landes aufgenommen wurde, beitragen“, so Schröder. Dort, wo vor 1990 die Sowjetarmee stationiert war, ist ein Wohngebiet entstanden, in dem bereits 80 Prozent der Grundstücke verkauft sind. Außerdem wurde auch das ehemalige denkmalgeschützte Wachgebäude, das sogenannte Eingangstor zur Lübschen Burg, mit Hilfe von 100.000 Euro Städtebauförderungsmitteln gesichert und das Dach saniert.
ro
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Ostsee Anzeiger 21.05.2009
Grundstein für Phantechnikum gelegt
Am Montag wurde in Wismar der Grundstein für das Technische Landesmuseum, das Phantechnikum, gelegt. Es wird unweit des Bürgerparks, in einer ehemaligen Kasernenanlage der Sowjetarmee, errichtet. Dazu wird auch ein gläserner Neubauriegel in den bestehenden Gebäudeteil eingeschoben.
„Die Grundsteinlegung für diesen Neubauriegel und die Sanierung eines Gebäudeteils des ehemaligen Stabsgebäudes sind wichtige und erfolgreiche Schritte für die Errichtung des Technischen Landesmuseums in Wismar“, sagte Baustaatssekretär Sebastian Schröder bei der Grundsteinlegung. „Mit dem Technischen Landesmuseum, das künftig den Namen Phantechnikum tragen wird, ist die Hansestadt um eine Attraktion reicher.“
Das ehemalige Stabsgebäude, das zentrale und bedeutendste Gebäude in der Kasernenanlage, wird saniert und so umgebaut, dass es die Ausstellungsräume beherbergen kann. Das eingeschobene gläserne Neubauteil wird den Eingang mit Informationsbereich, Kasse und Garderobe bilden. „Ich bin mir sicher, dass sich der Neubau gut in die bestehende Architektur einfügen wird“, so Schröder.
Von der Gesamtinvestition für den ersten Bauabschnitt in Höhe von knapp sieben Millionen Euro werden gut 3,6 Millionen Euro aus Städtebauförderungsmitteln des Landes finanziert. Im Frühjahr 2011 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein und dann das Phantechnikum eröffnet werden. Es werde ein gut erreichbares Erlebniszentrum entstehen, welches Fantasie und Technik, Sehen und Mitmachen miteinander verbindet, meinte Schröder. „Informationen werden vermittelt, kreatives Handeln wird angeregt.“
Der Verein Technisches Landesmuseum e. V. will die bereits bestehende und aus Schwerin bekannte Sammlung bewahren, ausbauen und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Das Phantechnikum soll zur Stärkung des Entwicklungsbereiches „Lübsche Burg“ beitragen.
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Ostsee Zeitung 19.05.2009
Grundsteinlegung für Museum
Ein entscheidender Schritt in Sachen Phantechnikum in Wismar ist getan: die Grundsteinlegung. Der Weg bis hierhin war lang und steinig.
Wie kann eine Woche schöner beginnen? Gute-Laune-Wetter mit jeder Menge Sonnenschein und Grundsteinlegung mit jeder Menge Visionen, die Realität zu werden scheinen. Für das Phantechnikum an der Lübschen Burg in Wismar ist gestern der Grundstein gelegt und somit symbolisch der erste Bauabschnitt eingeläutet worden.
„Ein großartiger Tag für die Stadt“, freute sich Senator Thomas Beyer (SPD), der vertretend für Wismars Bürgermeisterin Rosmarie Wilcken (SPD) vor Ort war, um die Schatulle mit einem Plan des Architekten, einer aktuellen Ausgabe der OSTSEE-ZEITUNG, mit Plänen zukünftiger Ausstellungen, einem Stadtplan und Münzen im Erdboden zu versenken. „Ein großartiges Vorhaben wurde auf den Weg gebracht. Unser größter Dank gilt dem Land Mecklenburg-Vorpommern“, erklärte Beyer. „Es hat mit der Förderung des Vorhabens goldrichtig entschieden.“ Immerhin übernimmt es die Hälfte der insgesamt sieben Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt. „Aber es gibt auch einen zweiten“, richtete Beyer seine Bitte an den Staatssekretär des Landesministeriums für Verkehr, Bau und Landesentwicklung, Sebastian Schröder, auch den Förderantrag für den nächsten Bauabschnitt zu berücksichtigen.
Der Adressat sicherte das sogar zu. „Die Grundsteinlegung ist ein erfolgreicher Schritt. Mit dem Phantechnikum ist Wismar um eine Attraktion reicher, deren Weiterentwicklung wir gern unterstützen“, so Schröder. „An diesem Ort entsteht nicht nur eine spannende Ausstellung, sondern auch anspruchsvolle Architektur, die sich gut in die bestehende einfügen wird.“ Doch der Dank seitens Thomas Beyer galt nicht nur dem Land, sondern neben dem Verein Technisches Landesmuseum e.V., der das Vorhaben beharrlich auf den Weg gebracht hat, auch der Wismarer Bürgerschaft, die bereits 2002 beschloss, dem Verein einen Teil der Grundstücksfläche der ehemaligen Kasernenanlage zu überlassen. Bis heute war es ein langer und ein steiniger Weg. Aber es ist vollbracht. Der Grundstein für das Erlebniszentrum Wismars ist gelegt und damit der weitere Verfall des bis dato maroden Gebäudes abgewendet worden.
Neben den Baumaßnahmen schläft der Verein nicht: Die Ausstellungen sind bereits in der Planung. Ende des Jahres wird es eine virtuelle Ausstellung geben, die schon 2011 Realität sein soll. Der Besucher darf sich über Wissenswertes zu den Themen Feuer, Wasser, Erde und Luft freuen, wobei Experimente für jeder Menge Spaß sorgen sollen. „Es wird ein Erlebniszentrum entstehen, das Phantasie und Technik, Sehen und Mitmachen miteinander verbindet. Informationen werden vermittelt und kreatives Handeln wird angeregt“, weiß Staatssekretär Sebastian Schröder.
Jana Franke
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Ostsee Zeitung 20.01.2009
Baubeginn für Phantechnikum am 2. Februar
Für das Technische Landesmuseum rollen die Bagger an. Am 2. Februar ist Baubeginn an der Lübschen Burg. Bis 2012 wird in einer seit 1991 leerstehenden Kaserne aus dem Jahr 1932 das „Phantechnikum“ entstehen. Für die Bauarbeiten und die Einrichtung der Ausstellungen sollen 14,5 Millionen Euro investiert werden, wie Projektleiterin Kathrin Möller sagte. Ende 201ß0 soll der erste Teil der Erlebnisausstellung öffnen. In zunächst drei großen Themenbereichen – Wasser, Feuer und Luft – wird auf 2300 Quadratmetern die Technikgeschichte des Landes dargestellt. Mit dem zweiten Bauabschnitt soll bis 2012 noch das Element Erde mit einem eigenen Ausstellungsteil hinzukommen. Es ermögliche unter anderem einen Blick unter die Oberfläche von MV, wo es Bodenschätze wie Erdöl, Kohle und Salz gebe.
Zahlreiche Exponate sollen die Technikgeschichte des Landes dokumentieren. Sie reichen vom Nachbau eines Dreidecker-Flugzeugs aus den Schweriner Fokker-Werken bis zu einem originalen elektromagnetischen Auto-Zünder, den der in Malchin geborene Siegfried Marcus (1831-1898) erfand. Im Ausstellungsbereich „Feuer“ soll das Labor das aus Stralsund stammenden Chemikers Carl Wilhelm Scheele (1742-1786) nachgebaut werden, der u.a. den Sauerstoff entdeckte. „In dem Labor-Nachbau können die Besucher auch experimentieren“, sagte Möller. Überhaupt werde das „Phantechnikum“ ein Museum zum Anfassen sein.
Iris Leithold
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Ostsee Zeitung 19.01.2009
Baustart für Technisches Landesmuseum in Wismar
Für das neue Technische Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern rollen die Bagger an. Am 2. Februar ist in Wismar Baubeginn. Bis 2012 wird in einer seit 1991 leerstehenden Kaserne aus dem Jahr 1932 das „phanTECHNIKUM“ entstehen. Für die Bauarbeiten und die Einrichtung der Ausstellungen sollen 14,5 Millionen Euro investiert werden, wie Projektleiterin Kathrin Möller sagte. Ende 2010 soll der erste Teil der Erlebnisausstellung öffnen. Möller hofft auf jährlich rund 100 000 Besucher. Vorbild sei das Müritzeum in Waren.
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Blitz am Sonntag 18.01.2009
Landesmuseum in Wismar wächst
Sparkassenstiftung unterstützt TLM
Für das Technische Landesmuseum (TLM) an der Lübschen Burg in Wismar gab es nur die Bewilligung eines runden sechsstelligen Betrages. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Mecklenburg-Nordwest fördern damit den Aufbau von Experimentierstationen des Technischen Landesmuseums wie ein Propellerkarussell und eine Wasserrakete sowie Video- und Hörstationen.
„Sparkasse und Ostdeutsche Sparkassenstiftung unterstützen das Vorhaben, weil beide vom Konzept überzeugt sind“, so Horst-Dieter Hoffmann bei der Übergabe des Förderbescheides. „Die Ausstellungsgestaltung für die erst Aufbauphase ist damit gesichert“, freut sich Dr. Henrik Fanger, Geschäftsführer der kürzlich gegründeten TLM gGmbH, deren Gesellschafter der Förderverein und die Hansestadt sind.
„Unsere Nerven lagen blank“, erzählt Bürgermeisterin Dr. Rosemarie Wilcken. Fünf Jahre wurde an dem Projekt gearbeitet, die Hürden des europäischen Vergaberechts gemeistert, das Gebäude des Museums habe jetzt ein neues Dach, die Hülle sei entkernt und eine Solaranlage erzeuge ersten Strom, so dass am 1. Februar mit dem Ausbau begonnen werden könne. „Es ist die größte Baustelle in unserer Stadt“, so das Stadtoberhaupt und betonte ganz bewusst die überregionale Bedeutung dieses Projektes in Westmecklenburg und für MVorpommern. „Wer bei uns badet, der kann auch gleich ins Museum gehen“, schmunzelt Wilcken. Ende 2010 soll das Museum zum Anschauen und Mitmachen seine Pforten öffnen.
In der Kundenhalle der Sparkasse wurde nun ein „FörderTurm“ des Landestechnischen Museums „phanTECHNIKUM“ installiert. Beim Einwurf einer Münze können Jung und Alt spielerisch Technik und Technikgeschichte in den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft erleben.
eler
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Schweriner Volkszeitung 15.01.2009
Erlebniswelt für Technikfans
Phantechnikum entsteht in Wismar/ Eröffnung des Museums im nächsten Jahr
Mit einem sechsstelligen Betrag fördert die Sparkasse Mecklenburg Nordwest das Wismarer Phantechnikum. Damit ist ein Teil der Ausstellungsstücke für den Bereich Luft gesichert.
Planungsarbeiten und vor allem die notwendigen Ausschreibungen haben dafür gesorgt, dass schon seit fünf Jahren am Phantechnikum, dem künftigen Technischen Landesmuseum in Wismar, getüftelt wird, ohne dass etwas Merkliches geschieht. Nun steht aber fest: Im Februar soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, Ende 2010 wird das Phantechnikum seine Tore öffnen.
Ab dann sollen in der Hansestadt Technik und Technikgeschichte anhand der vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft erlebbar sein. „Der Name Phantechnikum steht dafür, dass mit Phantasie an die Welt der Technik herangegangen wird, aber auch, dass im Sinne des englischen Wortes fun mit Spaß und Freude gelernt wird“, sagt Dr. Kathrin Möller, Projektleiterin des Phantechnikums. Dementsprechend werden viele Modelle, die sich bewegen und technische Abläufe verständlich machen, die Ausstellung des Phantechnikums mit Leben erfüllen. „Wir arbeiten dabei mit verschiedenen Partnern wie Felix Scharstein aus Berlin zusammen, die solche Modelle bauen“, so Möller. Scharstein hat einen so genannten Förderturm entworfen, der jetzt in der Wismarer Sparkassengeschäftsstelle am Markt steht. „Oben werden die Münzen hineingeworfen, und durch das unterschiedliche Gewicht von einem bzw. zehn oder fünfzig Cent erreicht die Münze verschiedene Hebel, die etwas in Bewegung setzen, bevor das Geld im Spendentopf verschwindet“, erläutert der Berliner, der schon für ähnliche Ausstellungen gearbeitet hat.
Geld wird für das Projekt Technisches Landesmuseum in Wismar einiges benötigt. Allein der erste Bauabschnitt am ehemaligen Kasernenkomplex an der Lübschen Burg, in dem das Museum eingerichtet werden soll, bedarf einer Investition von etwa sieben Millionen Euro. „Weitere 1,5 Millionen werden wir für die Ausstattung der Ausstellung benötigen“, sagt Dr. Henrik Fanger, künftiger Geschäftsführer des Phantechnikums. Einen sechsstelligen Betrag stellte jetzt die Sparkasse Mecklenburg Nordwest zusammen mit der Ostdeutschen Sparkassenstiftung für das Projekt bereit. „Das Geld ermöglicht es uns, die wichtigsten Ausstellungsstücke für die Flughalle anzuschaffen“, sagt Dr. Kathrin Möller. Genau nennte sich der Bereich, in dem das Geld verwandt werden soll „Fliegen lernen – Geschichte und Gegenwart der Fliegerei und des Flugzeugbaus“. Ein Propeller-Karussell und eine Wasserrakete werden zu den Experimentierstationen gehören, anhand derer Kinder und Erwachsene die Technik der Fliegerei begreifen können. „Wir wollen es aber nicht bei dieser einmaligen Förderung belassen, sondern eine langfristige Zusammenarbeit zwischen Sparkasse und dem Verein des Phantechnikums anschieben“, kündigte Horst-Dieter Hoffmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, an.
„Den vier Elementen entsprechend wird es auch Wasserwege und –treppen, Feuertunnel oder Hexenküchen im Phantechnikum geben“, sagt Dr. Kathrin Möller. Man wird erfahren können, wie und wo in Mecklenburg unter der Erde gearbeitet wurde, wie man sich im Laufe der Zeit auf der Erde fortbewegte und wie Feuer Fahrzeuge antreibt oder Metalle verbindet. In einer Sondersammlung des Museums wird außerdem die Geschichte der Medizintechnik erklärt von einfachen Werkzeugen, die dem eines Handwerkers ähneln, bis zu hochtechnisierten Geräten der heutigen Zeit.
Auch wenn mit den Bauarbeiten für das Phantechnikum erst im Februar begonnen wird und das Haus Ende 2010 eröffnet werden soll, können sich Neugierige schon ein paar Eindrücke von dem künftigen Technischen Landesmuseum in der Hansestadt machen. Unter www.phantechnikum.de lässt sich in einer Präsentation einiges über das Haus und seine Ausstellung erfahren.
Malte Behnk
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Markt Zeitung 14.01.2009
Förderung für phanTECHNIKUM
Die ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Mecklenburg-Nordwest unterstützen mit einem sechsstelligen Betrag das neue Wismarer Ausstellungszentrum.
Im ehemaligen Kasernenkomplex an der Lübschen Burg entsteht bis Ende 2010 das neue Ausstellungs- und Bildungszentrum des Technischen Landesmuseums (TLM). Der Ausstellungsbereich „Fliegen lernen – Geschichte und Gegenwart der Fliegerei und des Flugzeugbaus“ wird in der Lufthalle des Museums Einzug halten. Bestaunen können dort Besucher ein Propeller-Karussell, eine Wasserrakete, Video- und Hörstationen sowie Experimentierstationen, die sehr anschaulich darstellen, wie Fliegen funktioniert und wie man dieses erlernen kann. Außer dem Element Luft werden auch Feuer, Wasser und Erde von Jung und Alt spielerisch erlebt werden können. Bei der Übergabe des Förderbescheides durch den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Horst-Dieter Hoffmann an den Geschäftsführer des Technischen Landesmuseums Prof. Wolf-Rainer Busch sagte die Bürgermeisterin Rosemarie Wilcken erleichtert, endlich kann im Februar der Baubeginn des ersten Bauabschnittes gestartet werden. Seit fünf Jahren wird an dem Projekt gearbeitet. Leider verliefen einige Verhandlungen sehr, schleppend und haben uns dadurch ein Jahr zurückgeworfen. Nun ist der Weg frei.
Damit wird Wismar um eine Attraktion reicher, ein Museum nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Anfassen, Experimentieren und Mitmachen nicht nur für Wismarer, sondern auch für alle Gäste der Hansestadt. Insgesamt wird der 2.500 Quadratmeter große Bau sieben Millionen Euro kosten. Die Sparkasse unterstützt das Bauvorhaben nicht nur mit der Förderung, sondern gibt den Wismarern und Besuchern der Hansestadt die Möglichkeit am Aufbau des phanTECHNIKUM teilzuhaben. In den Räumlichkeiten der Sparkasse Wismar am Markt stellte am Donnerstag letzter Woche das TLM eine Spardose besonderer Art auf.
Ein „Förderturm“, gebaut vom Berliner Experimentenbauer Felix Scharstein, bewegt durch eingeworfene Münzen verschiedene Hebel und eine Mühle. Letztendlich landen sie in einer Kasse. Dadurch können spendenfreudige Menschen schon einen kleinen Einblick in die Experimentierfreuden erhalten.
Gm
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Ostsee Zeitung 09.01.2009
100 000 Euro für Phantechnikum
Sparkassenstiftung und die Sparkasse Mecklenburg-Nordwest unterstützen das Millionenprojekt in Wismar.
Ein großer Schritt für das an der Lübschen Burg in Wismar entstehende Phantechmkum ist getan. Mit 100 000 Euro von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest ist die Errichtung der Lufthalle des Museums gesichert. Entstehen werden dort unter anderem eine Wasserrakete ein Propellerkarussell und Experimentierstationen, die Aufschluss darüber geben sollen, wie Fliegen funktioniert und wie man dieses erlernen kann. Neben Luft sollen auch die Elemente Wasser, Feuer und Erde von den künftigen Museumsbesuchern unter die Lupe genommen werden können. Die Gesamtkosten für die Ausstellungsgestaltung sind mit 1,5 Millionen Euro veranschlagt.
Der 2. Februar ist der Tag, den Projektleiterin Dr. Kathrin Möller vom Technischen Landesmuseum und Wismars Bürgermeisterin Rosemarie Wilcken (SPD) schon seit fünf Jahren herbeisehnen – der Beginn des ersten Bauabschnitts. Mit diesem werden insgesamt sieben Millionen Euro verbaut. Gut 2500 Quadratmeter des ehemaligen Kasernenkomplexes sollen Ende nächsten Jahres den Bestand des Technischen Landesmuseums beherbergen, der momentan im Schweriner Marstall und im Glashaus des Wismarer Bürgerparks untergebracht ist.
Nachdem es mit der Planung des Phantechnikums zügig begonnen hatte, verliefen Verhandlungen später zäh. Der Baubeginn hatte sich mehrfach verschoben. „Das hat uns ein Jahr zurückgeworfen“, erklärt Rosemarie Wilcken. Doch nun seien keine großen Hürden mehr zu bewältigen. Entkernt ist der Komplex bereits, das Dach ist auch größtenteils saniert, eine Solaranlage darauf installiert worden. Ansonsten sieht es trostlos auf dem Gelände aus. Vandalen stoßen regelmäßig Bauzäune um und knicken junge Bäume ab.
Ende 2010 soll das Museum seine Türen öffnen. Dafür ist noch jede Menge Geld vonnöten. In diesem Zusammenhang unterstützt die Sparkasse nicht nur mit ihrem 100 000-Euro-Förderbescheid, sondern auch mit einem „FörderTurm‘, der in den Wismarer Räumlichkeiten aufgestellt werden darf. In sechs Wochen geschaffen wurde dieser vom Berliner Experimentenbauer Felix Scharstein. Der 42-Jährige entwickelte ein Gebilde, das sich mit Münzen in Bewegung setzt. In einen Schlitz eingeworfen, arbeiten die sich von Hebel zu Hebel durch, setzen eine Windmühle in Bewegung und landen schließlich in der Kasse. Damit erhofft sich das Technische Landesmuseum Unterstützung durch die breite Bevölkerung, die mit ihrer Spende gleichzeitig einen Vorgeschmack auf die Experimentierfreude im zukünftigen Museum bekommen. „Wir sind überzeugt, dass das Phantechnikum eine gute Sache ist“, begründet Sparkassen-Chef Horst-Dieter Hoffmann die großzügige Unterstützung.
Jana Franke
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Lübecker Nachrichten 09.01.2009
100 000 Euro für die Wismarer ‚Lufthalle“
Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Mecklenburg-Nordwest haben den finanziellen Grundstein für das Phantechnikum in Wismar gelegt.
Ein großer Schritt für das an der Lübschenburg in Wismar entstehende Phantechnikum ist getan. Mit 100 000 Euro von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest ist die Errichtung der Lufthalle des Museums gesichert. Entstehen sollen dort unter anderem eine Wasserrakete, ein Propellerkarussell und Experimentierstationen, die Aufschluss darüber geben sollen, wie Fliegen eigentlich funktioniert.
Neben Luft sollen auch die Elemente Wasser, Feuer und Erde von den künftigen Museumsbesuchern unter die Lupe genommen werden können. Die Gesamtkosten für die Ausstellungsgestaltung sind mit 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Der 2. Februar ist der
Tag, den Projektleiterin Kathrin Möller vom Technischen Landesmuseum und Wismars Bürgermeisterin Rosemarie Wilcken (SPD) schon seit fünf Jahren herbeisehnen – der Beginn des ersten Bauabschnitts.
Dann sollen insgesamt sieben Millionen Euro verbaut werden. Etwa 2500 Quadratmeter des ehemaligen Kasernenkomplexes sollen Ende nächsten Jahres den Bestand des Technischen Landesmuseums beherbergen, der momentan im Schweriner Marstall und im Glashaus des Wismarer Bürgerparks untergebracht ist.
Nachdem es mit der Planung des Phantechnikums zügig begonnen hatte, verliefen die weiteren Verhandlungen zäh. Der Baubeginn verschob sich dadurch mehrfach. „Das hat uns ein Jahr zurückgeworfen“, erklärte Rosemarie Wilcken. Doch nun seien keine großen Hürden mehr zu bewältigen. Entkernt ist der Komplex bereits, das Dach ist auch größtenteils saniert, eine Solaranlage darauf installiert worden. Ansonsten sieht es trostlos auf dem Gelände aus, auf dem immer wieder randaliert wird. Unbekannte hatten dort immer wieder Bauzäune umgeworfen und Bäume abgeknickt.
Ende 2010 soll das Museum seine Türen öffnen. Dafür ist noch jede Menge Geld vonnöten. In diesem Zusammenhang unterstützt die Sparkasse das Projekt nicht nur mit ihrem 100 000-Euro-Förderbescheid, sondern auch mit einem „FörderTurm“, der in den Wismarer Räumlichkeiten aufgestellt werden soll. In sechs Wochen wurde er vom Berliner Experimentenbauer Felix Scharstein geschaffen. Der 42-Jährige entwickelte ein Gebilde, das sich mit Münzen in Bewegung setzt. In einen Schlitz eingeworfen, arbeiten die sich von Hebel zu Hebel durch, setzen eine Windmühle in Bewegung und landen schließlich in der Kasse.
Damit erhofft sich das Technische Landesmuseum Unterstützung durch die Besucher, die mit ihrer Spende gleichzeitig einen Vorgeschmack auf die Experimentierfreude im zukünftigen Museum bekommen. „Wir sind überzeugt, dass das Phantechnikum eine gute Sache ist“, so Sparkassen-Chef Horst-Dieter Hoffmann.
Jana Franke
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Ostsee Zeitung 03.09.2008
„Phantechnikum“ öffnet in zwei Jahren
In Wismar sollen im November die Bauarbeiten für das Technische Landesmuseum beginnen. Unter dem Namen „Phantechnikum“ entstehe in zwei Bauabschnitten eine interaktive Ausstellung, die sich insbesondere an junge Leute richte, sagte Projektleiterin Kathrin Möller gestern in Schwerin. Die ständige Exposition des früheren Polytechnischen Museums, die noch in der ehemaligen Reithalle des Schweriner Marstalls untergebracht ist, bildet die Grundlage. Die künftig in die Segmente Feuer, Wasser, Luft und Erde gegliederte Schau zur Technikgeschichte und zu aktuellen technischen Entwicklungen wird Möller zufolge voraussichtlich bis 2012 fertiggestellt.
Einige Teile des Depots, wie Exponate zur DDR-Kraftfahrzeuggeschichte, Rechenmaschinen, Funk- und Radiotechnik, Haushaltsgeräte, Fahrradsammlung, sind bereits in Wismar in der Technikschau im Glashaus des Bürgerparks zu sehen.
Im Juli 2010 soll den Angaben zufolge der erste Bauabschnitt der rund 4000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche eröffnet werden. Das Museum entsteht auf dem ehemals militärisch genutzten Gelände „Lübsche Burg“, begrenzt vom Park der früheren Landesgartenschau. Der 1932 erbaute Kasernenkomplex wird komplett entkernt.
Unter dem Motto Schauen, Mitmachen, Erfinden, Entdecken wolle das neue Museum die Neugierde auf Technik wecken, erläuterte Möller. Zu diesem Zweck sollten auch Werkstattprojekte für Schulklassen angeboten werden. Technisches Wissen sei eines der großen Themen der Bildungsarbeit, sagte Bildungsminister Henry Tesch (CDU). „Wir müssen junge Leute für Technik und Naturwissenschaften begeistern. Das geht am besten mit spielerischen Mitteln“, betonte Tesch.
Von der rund 7000 Exponate umfassenden Museumssammlung solle rund ein Drittel gezeigt werden, kündigte Möller an. Das älteste Stück sei das Dampflokomotiven-Modell „Friedrich Franz“ von 1861. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung sei die bundesweit größte Sammlung zur Schweißtechnik.
Die Kosten für das „Phantechnikum“ in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro sollen zu einem Drittel über Sponsoren und zu zwei Dritteln durch das Land finanziert werden. Die insgesamt zwölf Millionen Euro kostenden Baumaßnahmen tragen das Land mit Hilfe der FU sowie zu 33 Prozent die Hansestadt Wismar. Der Beginn der Bauarbeiten hatte sich mehrmals verschoben.
ddp
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Markt Zeitung 05.11.2008
Luft, Feuer, Wasser und Erde
Stadtwerke leisten Beitrag zum Klimaschutz
Ein Gelände, das seit 1932 viele Jahrzehnte für militärische Zwecke genutzt wurde, erhält jetzt pöapö ein neues Antlitz. Unter dem Namen „Phantechnikum“ wird vom technischen Landesmuseum an der Lübschen Burg ein technisch historischer Erlebnisort geschaffen. Wie die vier Elemente Luft, Feuer, Wasser und Erde von dem Menschen zur Energiegewinnung genutzt werden, werde sich wie ein roter Faden durch das museale Konzept des künftigen Phantechnikum ziehen, erläutert die Historikerin Dr. Kathrin Möller. Der erste Bauabschnitt mit der Eingangssituation, 300 Quadratmetern Ausstellungsfläche, einem Veranstaltungssaal und Depot- sowie Verwaltungsräumen soll Ende 2010 fertiggestellt sein, erzählt die Projektleiterin.
In diesem Objekt errichten die Stadtwerke Wismar eine Photovoltaikanlage mit einer installierten Gesamtleistung von 12 Kilowattpeak (kWpeak). Eine Photovoltaikanlage ist ein Kraftwerk, in dem mittels Solarzellen ein Teil der Sonnenstrahlung in elektrische Energie umgewandelt wird. Diese direkte Art der Energiewandlung bezeichnet man als Photovoltaik. kWpeak bezeichnet die Nennleistung einer Anlage bei maximaler Sonneneinstrahlung.
Die Photovoltaikanlage wird gegenwärtig auf dem Dach des Museums gebaut. Die Solarzellenfläche, die Sonnenstrahlung in elektrische Energie umwandelt, umfasst 100 Quadratmeter. Diese Fläche bilden 64 Einzelmodule von einer Größe von 1,28 Quadratmeter. „Mit dem Bau der für die Stadtwerke ersten Photovoltaikanlage werden die Stadtwerke ihrer Verantwortung nachhaltigen Wirtschaftens gerecht“, erklärt Michael Schutt, Projektleiter bei den Stadtwerken Wismar für den Bau der Anlage. Die Baukosten für die Anlage im Technischen Landesmuseum betragen rund 70.000 Euro.
„Unser Ziel ist es, im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen – entsprechend den Zielen der EU und der Bundesrepublik den Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch bis zum Jahr 2010 mindestens zu verdoppeln“, so Andreas Grzesko, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke.
Insgesamt 32 Photovoltaikanlagen gäbe es zurzeit in der Hansestadt Wismar. Jährlich investieren die Stadtwerke in ihre Versorgungsanlagen, um die Zuverlässigkeit und Qualität der Versorgung mit Strom, Erdgas, Wasser und Wärme zu sichern. In diesem Jahr investieren die Stadtwerke 1,3 Millionen Euro.
Das Unternehmen setzt damit konsequent den Prozess der Modernisierung und Stabilisierung der Versorgungsanlagen fort. Die Investitionen haben noch einen weiteren Effekt: Da die Stadtwerke die Bauleistungen an regional ansässige Firmen vergeben, sichern die Stadtwerke damit auch Beschäftigung. Die Photovoltaikanlage im technischen Landesmuseum wird von der Firma SOLARA im Auftrag der Stadtwerke hergestellt.
uc
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Lübecker Nachrichten 03.09.2008
Erste Rate für das Phantechnikum in Wismar
„Phantechnikum“ heißt die Technik- und Experimentierschau, zu der das Technische Landesmuseum in Wismar werden soll. Gestern gab‘s Geld aus Schwerin für detaillierte Planungen.
Langsam aber stetig kommt das Wismarer Phantechnikum, ein Mitmachmuseum für Technikbegeisterte, in die Puschen. Gestern gab es wieder ein Häppchen Geld von der Landesregierung. 20000 Euro übergab Kultusminister Henry Tesch Vertretern des Trägervereins Technisches Landesmuseum (TZL). Davon werden die Planer bezahlt, die schon jetzt bis ins Detail austüfteln, was vom Juli 2010 an in dem Kasernenkomplex an der Lübschen Burg in Wismar zu sehen sein wird. Zwölf Millionen wird das Phantechnikum nach heutigen Schätzungen kosten, bis im Jahr 2013 auch der zweite Bauabschnitt eröffnet werden kann. Von diesen zwölf Millionen fließen 2,5 in die Ausstattung, das weitaus meiste Geld aber in die maroden Gebäude.
Der größere Teil des Phantechnikums soll schon 2010 fertig sein. Für ihn sind sieben Millionen Baukosten und 1,3 für die Ausstattung veranschlagt. Von den Baukosten trägt die Stadt Wismar – indirekt aber vom Land gefördert – ein Drittel. Die Innenausstattung finanzieren im Wesentlichen Sponsoren wie etwa der Deutsche Verband Schweißtechnik und die Sparkassenstiftung. Zum Baubeginn im Herbst soll erstmals richtig viel Geld fließen. In der Rate, die das Wirtschaftsministerium überweisen wird, stecken dann auch EU-Mittel.
Wenn das Phantechnikum, eine Mischung aus Museum und Science Park, aus Techniksammlung und Experimentierwiese, fertig ist, werden dort etwa ein Drittel der Exponate gezeigt werden können, die das TZL seit 1961, als es noch Polytechnisches Museum hieß, zusammengetragen hat, schätzt Kathrin Möller, die wissenschaftliche Leiterin des Projekts. Verschmitzt fügt sie hinzu: „Wir hätten auch noch die Möglichkeit,
den Marstall in Schwerin weiterhin auszustatten.“ Dort ist ein Teil der Sammlung zu sehen. Die soll ja auch weiter wachsen, denn was heute technisch der letzte Schrei ist, ist morgen nur noch für Historiker von Interesse. Der jüngste Posten auf der Wunschliste von Kathrin Möller ist nicht gerade bescheiden: eine Schiffsschraube mit acht Metern Durchmesser, 30 Tonnen schwer. Ins Wismarer Museum wird sie nicht passen, so viel steht schon fest, aber vielleicht davor.
Das Museum gibt es schon, jedenfalls als Modell im Foyer des Bildungsministeriums in Schwerin und virtuell als Computeranimation. Das Filmchen steht im Internet und kann unter der Adresse www.phantechnikum.de/download/getflash.htm heruntergeladen werden.
Tesch sagte gestern, das Phantechnikum solle die Begeisterung der Jugend für die Technik fördern. Schulklassenweise sollten Jungen und Mädchen in den Kreativwerkstätten erfahren können, wie die Elemente Feuer, Wasser Luft und Erde technisch genutzt werden. Warum ein Schiff schwimmt, und ein Flugzeug fliegt sind typische Fragen, die im Phantechnikum beantwortet werden. Krachen und knallen soll es dort, versprach Tesch, und Schweißkurse soll es auch geben.
Jürgen Adamek
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Nordkurier 03.09.2008
Heimstatt für Dampfmaschine und Niere
Wismar beerbt die Landeshauptstadt und plant eine Ausstellung, die auch Werbung sein soll für den Einstieg in Ingenieurtechnische Berufe.
Schweben und schweißen, fahren und fließen – auf 4000 Quadratmetern will das Museum „phanTechnikum“ in Wismar vom Sommer 2010 an Naturwissenschaften und Technik erlebbar und erlernbar machen. Damit die Pläne für die Ausstellungen im Detail ausgearbeitet werden können, bekam der Trägerverein des Projekts gestern 20000 Euro Fördergeld von Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsminister Henry Tesch (CDU).
Das neue Museum in einer alten Kaserne von 1932 ist die „Fortentwicklung“ des alten technischen Landesmuseums in Schwerin. Ein Teil der Sammlung ist seit mehreren Jahren eher provisorisch in der ehemaligen Reithalle des Marstalls gleich neben dem Bildungsministerium untergebracht. Weil die Landeshauptstadt es nicht schaffte, dem Museum einen neuen Standort anzubieten, konnte Wismar das Projekt an die Ostsee-Küste locken.
Das Museum wird sich in die Bereiche „Luft“, „Wasser“, „Feuer“ und „Erde“ aufteilen und soll einerseits zum Anfassen, Mitmachen und Begreifen im wahrsten Sinne des Wortes einladen, erläuterte die Projektleiterin Kathrin Möller. So sollen Besucher im Hof des Geländes wie Otto Lihenthal in einem Doppeldecker durch die Luft gleiten können. Insoweit wird das phanTecbnikum“ der „Phänomenta“ in Flensburg beziehungsweise in Peenemünde ähneln Andererseits wird zum Beispiel die letzte in Deutschland gebaute Dampfmaschine zu sehen sein. Sie wurde 1952 in Nürnberg hergestellt, ist 40 Tonnen schwer und zwölf Meter lang. Kathrin Möller wünscht sich auch eine Schiffsschraube aus Waren, wo schließlich die größten Propeller der Welt hergestellt werden.
Die technische Leistungskraft des Landes will Möller zum Beispiel mit der vor zehn Jahren in Rostock entwickelten künstlichen Niere dokumentieren.
„Spannende Räume“, in denen es auch knallt und kracht, verspricht Möller für den Ausstellungsbereich „Feuer“. Da soll besonders der Schweißfunke überspringen. Der „Deutsche Verband für Schweißen und Verwandte Verfahren“ (DVS) – löten, nieten und ideben zählt auch dazu – lässt es sich 250 000 Euro kosten, um seine in Schwerin zusammengetragene Sammlung von rund 400 Schweißgeräten aus mehreren Jahrhunderten zu präsentieren. Kathrin Möller räumt ein, dass es eine Herausforderung ist, das Thema mitmach-museal zu präsentieren. Schweiß- und Lötkurse für Schüler und Jugendliche werden nicht fehlen.
Angesichts der 70 000 in Deutschland fehlenden Ingenieure müssen Jugendliche für die Naturwissenschaften begeistert werden, das „phanTechnikum“ sei dafür gut geeignet, schwärmte Bildungsminister Tesch. Dem Land und der Stadt Wismar ist das Projekt deshalb fast 12,5 Millionen Euro wert. Einen geringeren Teil davon sollen Sponsoren und Firmen bezahlen.
Andreas Frost
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Ostsee Zeitung 03.09.2008
„Phantechnikum“ öffnet in zwei Jahren
In Wismar sollen im November die Bauarbeiten für das Technische Landesmuseum beginnen. Unter dem Namen „ Phantechnikum“ entstehe in zwei Bauabschnitten eine interaktive Ausstellung, die sich insbesondere an junge Leute richte, sagte Projektleiterin Kathrin Möller gestern in Schwerin. Die ständige Exposition des früheren Polytechnischen Museums, die noch in der ehemaligen Reithalle des Schweriner Marstalls untergebracht ist, bildet die Grundlage. Die künftig in die Segmente Feuer, Wasser, Luft und Erde gegliederte Schau zur Technikgeschichte und zu aktuellen technischen Entwicklungen wird Möller zufolge voraussichtlich bis 2012 fertiggestellt.
Einige Teile des Depots, wie Exponate zur DDR-Kraftfahrzeuggeschichte, Rechenmaschinen, Funk- und Radiotechnik, Haushaltsgeräte, Fahrradsammlung, sind bereits in Wismar in der Technikschau im Glashaus des Bürgerparks zu sehen.
Im Juli 2010 soll den Angaben zufolge der erste Bauabschnitt der rund 4000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche eröffnet werden. Das Museum entsteht auf dem ehemals militärisch genutzten Gelände „Lübsche Burg“, begrenzt vom Park der früheren Landesgartenschau. Der 1932 erbaute Kasernenkomplex wird komplett entkernt.
Unter dem Motto Schauen, Mitmachen, Erfinden, Entdecken wolle das neue Museum die Neugierde auf Technik wecken, erläuterte Möller. Zu diesem Zweck sollten auch Werkstattprojekte für Schulklassen angeboten werden. Technisches Wissen sei eines der großen Themen der Bildungsarbeit, sagte Bildungsminister Henry Tesch (CDU). „Wir müssen junge Leute für Technik und Naturwissenschaften begeistern. Das geht am besten mit spielerischen Mitteln“, betonte Tesch.
Von der rund 7000 Exponate umfassenden Museumssammlung solle rund ein Drittel gezeigt werden, kündigte Möller an. Das älteste Stück sei das Dampflokomotiven-Modell „Friedrich Franz“ von 1861. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung sei die bundesweit größte Sammlung zur Schweißtechnik.
Die Kosten für das „Phantechnikum“ in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro sollen zu einem Drittel über Sponsoren und zu zwei Dritteln durch das Land finanziert werden. Die insgesamt zwölf Millionen Euro kostenden Baumaßnahmen tragen das Land mit Hilfe der EU sowie zu 33 Prozent die Hansestadt Wismar. Der Beginn der Bauarbeiten hatte sich mehrmals verschoben.
ddp
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Ostsee Zeitung 19.07.2008
Phantechnikum wird Zentrum für Schweißen
250 000 Euro übergab der Verband der Schweißer gestern für die Einrichtung seiner Ausstellung im künftigen Phantechnikum.
Die korrekte Bezeichnung lautet: Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren, kurz DVS. Wenn Hauptgeschäftsführer Dr. Klaus Middeldorf von der Bedeutung der Branche spricht, die sein 110 Jahre alter Verband vertritt, kommt er regelrecht in Fahrt: „Jeder 16. Arbeitnehmer im produzierenden Gewerbe hat einen schweißtechnischen Arbeitsplatz – das sind 650 000 Arbeitsplätze in Deutschland.“
Vom Schweißen wird künftig in Wismar häufig die Rede sein, denn der DVS wird innerhalb der Sammlung des Technischen Landesmuseum MV eine eigene Ausstellung erhalten. Nicht nur das – er möchte in Wismar eine Schnittstelle zwischen Technik, Industrie und Wissenschaft etablieren. In Werkstätten soll bei Workshops das Interesse von Schülern geweckt werden, in Tagungsräumen werden Vertreter von Industriebetrieben, in denen das Schweißen eine wichtige Rolle spielt, zusammentreffen.
In der ehemaligen Russenkaserne an der Lübschen Burg beginnen im Herbst die Bauarbeiten für das Phantechnikum, in dem die Technikgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns anhand der vier Elemente Luft, Wasser, Erde und Feuer aufgezeigt werden soll. 2300 Quadratmeter Ausstellungsfläche sollen nach dem ersten Bauabschnitt ab dem Jahr 2010 offenstehen. „Davon entfallen 400 Quadratmeter an den DVS“, erklärte Dr. Kathrin Möller, Leiterin des Technischen Landesmuseums. „Auf dieser Fläche wollen wir innerhalb der Sparte Feuer das Schweißen präsentieren.“
Technik von damals und heute – zum Anfassen. Oder wie DVS-Mitglied Prof. Ulrich Dilthey es ausdrückt: „Es muss spritzen und funkeln“ Er arbeitet an der Technischen Hochschule in Aachen, während DVS-Chef Middeldorf von Düsseldorf, dem Sitz des Verbands, aus agiert. Dass sie ihr Zentrum rund ums Schweißen ausgerechnet in Wismar ansiedeln, führt Middeldorf auf die „deutschlandweit einmaligen Voraussetzungen“ in der Hansestadt zurück: „Das Phantechnikum ist eine einzigartige Initiative von Menschen der Region, die auch bereit sind, ein Risiko zu tragen.“ Mit dem Landesverband MV sowie den Bezirksverbänden gebe es lokale Partner. „Insbesondere der Verband Schwerin hat sich in den letzten Jahren sehr mit der Geschichte der Schweißtechnik beschäftigt“, sagte Middeldorf.
Mit der Hochschule Wismar haben sich DVS und der Verein Technisches Landesmuseum einen weiteren Partner ins Boot geholt. Prof. Marion Wienecke vom Fachbereich Maschinenbau lotete gestern bereits die mögliche Zusammenarbeit aus, Senator Thomas Beyer (SPD) nahm dankbar die 250 000 Euro entgegen, die der DVS für die Einrichtung seiner Ausstellung überreichte, und betonte, dass sich Wismar mit der DVS-Präsenz im Phantechnikum als Industriestandort profiliere.
Ulrike Oehlers
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Ostsee Zeitung
Wismar plant Technikmuseum zum Anfassen
Das Technische Landesmuseum MV zieht von Schwerin an die Ostsee. Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten beginnen. Das neue Phantechnikum wird 2010 eröffnet.
„Die wenigsten verbinden Mecklenburg-Vorpommern mit Technik und Innovation“ sagt Kathrin Möller, Projektleiterin Phantechnikum im Technischen Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern eV.. Das soll sich ändern: Spätestens im Dezember 2008 beginnen die Bauarbeiten für das Phantechnikum an der Lübschen Burg Wismar.
Gut 2500 Quadratmeter in der ehemaligen „Russenkaserne“ sollen ab 2010 den Bestand des Technischen Landesmuseums beherbergen, der momentan im Schweriner Marstall und im Glashaus des Wismarer Bürgerparks untergebracht ist. Der zweite Bauabschnitt des insgesamt zwölf Millionen Euro teuren Projektes soll 2012 fertig sein. Dann stehen dem Museum insgesamt 6000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung.
„Wir präsentieren Technik und Technikgeschichte zum Mitmachen“, sagt Möller. Neben jedem Ausstellungsstück soll ein Experiment stehen, was die Funktion des Objektes erklärt. Alles dreht sich dabei um die vier Elemente Luft, Wasser, Erde und Feuer. Im Bereich Luft steht etwa ein Propellerflugzeug der ehemaligen Fokker-Flugzeugwerke Schwerin (1912 – 1919). Um die Vorwärtsbewegung am eigenen Körper nachzuvollziehen, setzt sich der Besucher in ein nebenstehendes Zweisitzer-Karussell und muss kräftig in die Pedale treten. Zwei Propeller setzen sich in Bewegung und das Karussell beginnt sich zu drehen.
Wer einmal fliegen möchte wie der Anklamer Luftfahrt-Pionier Otto Lilienthal, erhält dazu die in einem Museum deutschlandweit einmalige Gelegenheit. Abgesichert über eine Seil- bahn kann man in einem nachgebauten Lilienthal-Doppeldecker von einer Erhöhung aus in den Innenhof gleiten. „Die Experimente sind ein Spielplatz für Jung und Alt. Sie sollen die Faszination an der Technik wecken und zum Fragen anregen“, sagt Möller.
Ein weiterer Höhepunkt des Phantechnikums ist die Ausstellung zur Geschichte der Schweißtechnik mit Schweiß- und Lötwerkstatt. Mit dem Deutschen Verband für Schweißen und verwandte Verfahren hat das Museum einen bedeutenden Partner gefunden, der sich entschieden hat, in Wismar eine bundesweit einmalige Einrichtung zur Geschichte der Füge- technik einzurichten.
Schon heute sieht sich Möller in mehreren Technikmuseen Europas nach möglichen Dauerleihgaben für Wismar um. Ein Objekt der Begierde ist unter anderem ein elektrischer Zünder des Malchiner Automobil-Erfinders Siegfned Marcus, der heute noch im Technikmuseum Wien lagert. „Das Phantechnikum wird die Kulturlandschaft in MV prägen wie das Müritzeum und das Ozeaneum“, ist Möller überzeugt.
Grit Schreiter
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Ostsee Zeitung 08.07.2008
Verein von Landesmuseum mit neuem Vorstand
Der Verein Technisches Landesmuseum MV, 1996 gegründet, hat einen neuen Vorstand gewählt. Nach vielen Jahren aktiver Vorstandstätigkeit scheidet die Wemag aus dem Vorstand aus. Hans-Otto Röth, Geschäftsführer der Wemag und viele Jahre Vorstandsmitglied, hatte den Verein seit Sommer 2007 geleitet. Nach den Turbulenzen des Vorjahres ist es Röth gelungen, die Vereinsarbeit wieder in ruhigeres Fahrwasser zu lenken. Nun übergibt er sein verantwortungsvolles Amt an Herrn Prof. Dr. Wolf-Rainer Busch. Busch vertritt das Vereinsmitglied Ingenieurbüro Busch & Wobschal. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Prof. Dr. Norbert Grünwald, Rektor der Hochschule Wismar, Michael Schutt von den Stadtwerken Wismar und Rainer Westerwelle von TÜV Nord.
„Dem neuen Vorstand stehen große Aufgaben ins Haus. Gemeinsam mit der Hansestadt Wismar wird der Verein noch in diesem Jahr eine GmbH gründen, die ab 2009 die Geschäfte des Museums übernehmen und das neue phanTECHNIKUM aufbauen wird. Ende 2008 fällt auch der Startschuss für den Bau an der Lübschen Burg in Wismar ‚ so Dr. Kathrin Möller vom Landesmuseum. Dort soll bis Mitte 2010 der erste Ausstellungsabschnitt entstehen, der auf mehr als 2000 m² Exponate und Experimente zur Technik und Technikgeschichte in MV zeigen wird.
P.M.
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Wismarer Anzeiger 18.06.2008
Die dicksten Brocken aus dem Marstall lagern schon in Wismar
Besucher staunten nicht schlecht, als kürzlich zwei betagte technische Zeitzeugen, eine Schiffsdampfmaschine von 1900 und ein ausgedienter Schiffsdiesel von 1958, die Technikhalle am Schweriner Marstall verließen. Die Vorbereitungen zu dieser Aktion waren zwar recht aufwändig, doch ging alles recht zügig und versiert vonstatten. So setzte sich auch bald ein Schwerlast-Konvoi in Richtung Wismar in Bewegung. Schon wenige Stunden später hatten die großen Teile, sicher und schützend verpackt, in einer Halle der hansestädtischen Stadtwerke ein neues Quartier bezogen. Doch ganz sicher nicht, um dort für zusätzliche Energie zu sorgen. Die beiden Schwergewichte sind vielmehr die ersten Exponate, die vom Technischen Landesmuseum (TLM) in Schwerin ins künftige Wismarer Phantechnikum umgezogen sind.
Doch das kann bekanntlich frühestens 2010 eröffnet werden. Daher sprangen die Stadtwerke schnell und unbürokratisch ein, um die technischen Zeitzeugen kostenlos in ihrem Depot zwischenzulagern. Die TLM-Mitarbeiter reagierten damit auf die beginnende landschadftsgärtnerische Umgestaltung vor dem Marstall. Denn der neue Untergrund und die attraktive Bepflasterung lassen dann ein Hantieren mit solchen schwergewichtigen Teilen nicht mehr zu. Immerhin wiegt der ehemalige Schiffsantrieb des Schulschiffes „Gorch Fock“ der Bundesmarine mehr als zwölf Tonnen. ,,Er wurde während der Generalüberholung des Schiffes 1993 in der Rostocker Neptunwerft demontiert“, weiß Uwe Hansen, TLM-Mitarbeiter und für den gesamten Bereich Technik verantwortlich. Er hat auch noch Bilder davon, als der einst 800 PS starke Motor als Anschauungsobjekt aufbereitet und vor elf Jahren in der Technikschau im Marstall aufgestellt wurde.
Als Pendant dazu gilt die acht Tonnen schwere Dampfmaschine, die zuvor an der TH Magdeburg aufgeschnitten wurde und so längere Zeit als Lehrobjekt für Studenten diente. „Vielleicht können wir mit unserer Großtechnik schon in einem guten Jahr in den Phantechnikum-Rohbau umziehen“, hofft Hansen. Er freute sich, dass der Umzug so gut geklappt hat. Vielleicht auch deshalb, weil Detlev Urban, Chef des gleichnamigen Kran- und Transportunternehmens und Vereinsmitglied des TLM, selbst mit Hand anlegte. Denn das Bewegen des Schiffsdiesels bis zur Museumstür mittels so genannter Schwerlastrollen war eine recht knifflige Angelegenheit. Erst dann konnte der Mobilkran richtig zupacken. Nur eine Stunde benötigten die beiden Tieflader, die Begleitfahrzeuge und der Mobilkran, um von der Landeshauptstadt nach Wismar zu gelangen.
H.J.
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Ostsee Zeitung 09.06.2008
Erste Objekte für Phantechnikum
Beachtung fanden jetzt zwei Objekte, die per Tieflader die Hansestadt erreichten. Vorzeitig zogen damit die beiden schwersten und größten Exponate aus dem Bestand der Schweriner Ausstellung des Technischen Landesmuseums (TLM) nach Wismar um. Die Stadtwerke stellten dafür eine zeitweilige Unterkunft bereit. Es handelt sich zum einen um den 50-jährigen Hilfs-Antrieb des Marine-Schulschiffes Gorch Fock. Der 12 t schwere Dieselmotor wurde nach der Generalüberholung des Schiffes 1993 demontiert, um ihn als technisches Denkmal zu erhalten. Stolze 108 Jahre hat ein zweites Ausstellungsstück, eine 8 t schwere Schiffs-Dampfmaschine auf dem Buckel. Der komplette Museumsbestand ist ab 2010 im künftigen Wismarer Phantechnikum zu sehen. Die Aktion war jetzt schon notwendig, weil das in Umgestaltung befindliche Gelände für die Bundesgartenschau vor dem Schweriner Marstall bald nicht mehr mit schwerer Last befahrbar ist.
ZG
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Ostsee Zeitung 09.05.2008
„Russenkaserne“ wird Magnet
Das 12 Millionen Euro-Projekt „Phantechnikum“ wird nicht nur die Sammlung des Technischen Landesmuseums MV beherbergen, sondern auch Deutschland-Stützpunkt für die Schweißindustrie.
Im Juli beginnen die Bauarbeiten für das Phantechnikum der Lübschen Burg. „Spätestens im August, sagte Architekt Joachim Brenncke, der erklärte, warum Wismar künftig das Technische Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern beheimaten darf: „Die Sammlung war in Schwerin an unterschiedlichen Standorten verteilt“, es habe in
Landeshauptstadt am nötigen Engagement gefehlt, eine geeignete Lösung zu finden. Nachdem ein paar Anläufe gescheitert seien, habe die Hansestadt Wismar mit der Rückendeckung eines früheren Bürgerschaftsbeschlusses gehandelt. „Das Phantechnikum wird hier viel mehr leisten können als das, was bisher in Schwerin und in der
Wismarer Technik-Schau im Glashaus am Bürgerpark möglich ist“, versprach Brenncke.
Sieben Millionen Euro sind für den ersten Bauabschnitt vorgesehen, fünf Millionen für den zweiten – Städtebaufördermittel des Landes sowie Gelder der Hansestadt Wismar und des Trägervereins Technisches Landesmuseum e. V.. Im ersten Bauabschnitt soll gut die Hälfte der später insgesamt 4300 Quadratmeter Ausstellungsfläche und insbesondere der Eingangsbereich fertiggestellt werden, „sodass es von vorne aussieht, als wäre schon alles fertig“, so der Architekt. Die Eröffnung dieses ersten, dann nutzbaren Abschnittes ist für Frühjahr/Sommer 2010 vorgesehen, der zweite Bauabschnitt soll 2012 abgeschlossen sein.
Ein Neubau soll als Eingangsgebäude in das ehemalige Armee-Stabsgebäude führen. Ein weiterer Neubau ist hinter dem Hof geplant, er soll das Ensemble abrunden und den Blick auf das umgebende Gestrüpp verstellen. Das bisherige „Zimmerprinzip mit Mittelflur“ werde aufgelöst. Abschnittweise werde ein Stück des Flurs durchbrochen, sodass die Besucher wie in einem Wandelgang durch die Ausstellung laufen. Dennoch macht alles einen sehr offenen Eindruck – vom Eingang aus ist bereits der Innenhof zu sehen, in dem es unter anderem einen Wasserspielplatz geben wird.
Luft, Wasser, Erde und Feuer sind die vier Elemente, an denen sich alles entlanghangeln wird. „Wir folgen dem pädagogischen Konzept Bildung durch Spaß“, erklärte Dr. Kathrin Möller. „Die Sammlung zur Technikgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns ist ein Ausgangspunkt für die neue Ausstellung, in der es auch um Landesgeschichte geht.“ Im Themenbereich „Luft“ geht es beispielsweise um 100 Jahre Fliegerei. Wer gerne einmal fliegen möchte wie der Anklamer Pionier Otto Lilienthal, soll dazu die deutschlandweit einmalige Gelegenheit erhalten, allerdings abgesichert durch eine Seilbahn. Historische, von der Bundesstraße aus sichtbare Windräder sollen Besucher anlocken.
Mit dem Deutschen Verband für Schweißen und verwandte Verfahren hat das Phantechnikum einen wichtigen Partner gefunden, der sich für Wismar als Stützpunkt entschieden hat. Möller: „Er erhält einen Sonderplatz für ein großes Fachpublikum, das wir bundesweit ansprechen.“ Unter den fast 3000 Mitgliedern des Verbands sind Unternehmen wie Mercedes Benz oder Bayer. Der Leiter des Amtes für Wirtschaft und Liegenschaften Dr. Henrik Fanger erwartet Impulse für Tourismus und Wirtschaft. Und: „Neben dem musealen hat das Phantechnikum auch den Anspruch als Bildungsstätte.“
Ulrike Oehlers
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Lübecker Nachrichten 30.01.2008
Landesmuseum bereitet sich auf seinen Umzug vor
Am 1. April öffnet das Technische Landesmuseum in Wismar nach der Winterpause. Für die Mitarbeiter sind die Wochen bis dahin allerdings alles andere als ruhig. Neben den Vorbereitungen für den Saisonstart laufen die Planungen für den Umzug und Aufbau des neuen Phantechnikums an der Lübschen Burg in Wismar in zwei Jahren. Baubeginn soll noch im Herbst sein, sieben Millionen Euro hat die Landesregierung für den ersten Bauabschnitt bereitgestellt.
Einer, der seit Wochen hinter den Kulissen an den Ausstellungsstücken bastelt, ist Matthias Schwarz aus Neuburg. Seit September absolviert ein freiwilliges soziales Jahr über den Internationalen Jugend Gemeinschaftsdienst (IJGD). Der angehende Maschinenbaustudent hat einen „Star“, Baujahr 1964, wieder zum Leben erweckt, der bald ausgestellt werden soll. Im Landesmuseum in Wismar hat volle Entfaltungsmöglichkeiten gefunden. Dass der 19-Jährige etwas von Fahrzeugen versteht, bewies die Probefahrt mit dem 3,4 PS starken Gefährt auf dem Hof der Rudolf-Tarnow-Grundschule. Dort werkelt seit einigen Jahren und bis zum Umzug 2010 eine TLM-Arbeitsgruppe.
„Wieder ein funktionstüchtiges Ausstellungsstück mehr“, freut sich die Mitarbeiterin Dr. Kathrin Möller. Sie ist optimistisch, dass auch der betagte EMW 340, der jetzt von Wismarer Travag-Fachleuten durchgesehen wird, bald fahren kann. Als Projektleiterin der künftigen Museumsanlage ist sie für alles zuständig, was die fachliche Museumsarbeit betrifft – auch für die Veranstaltungen im gläsernen Pavillon der Technikschau im Bürgerpark. Zum Saisonstart am 1. April werden dort nicht nur neue Exponate zu sehen sein. Auch ein großes Wasserbecken für den Einsatz von Bootsmodellen soll aufgebaut werden.
Mit dem Umzug aus dem Schweriner Marstall erhält das TLM auch einen neuen Träger. Der Verein soll in den nächsten Monaten in eine gemeinnützige GmbH umgewandelt werden. Während das Haus in der Landeshauptstadt täglich geöffnet ist, können Gäste in Wismar die Ausstellung vom 1. April an außer montags täglich von 10 bis 17 Uhr sehen.
Hans-Joachim Zeigert
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Ostsee Zeitung 29.06.2007
Landesmuseum bis 2010 in neuen Gebäuden
Jetzt ist es amtlich: Die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt des Technischen Landesmuseums (TLM) in Wismar sollen im vierten Quartal dieses Jahres beginnen und Ende 2008 abgeschlossen sein. Mit der Gesamtfertigstellung des Phantechnikums sei, wenn auch die Finanzierung des zweiten Bauabschnittes gesichert ist, im Jahre 2010 zu rechnen, wird in einer Erklärung aus dem Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung mitgeteilt. Bisher ist das Technische Landesmuseum bekanntlich im Marstallgebäude in Schwerin untergebracht.
Die Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt des Projekts betragen knapp sieben Millionen Euro, die aus Städtebauförderungsmitteln des Landes, einem Eigenanteil der Hansestadt Wismar und von der Hochschule Wismar finanziert werden. Die Kosten für den zweiten Bauabschnitt liegen voraussichtlich bei etwa fünf Millionen Euro.
Das Museum wird in das ehemalige Stabsgebäude einer Kasernenanlage aus den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts einziehen (OZ berichtete). Das Stabsgebäude steht nicht unter Denkmal-
schutz, genießt jedoch als zentrales und bedeutendstes Bauwerk dieser ehemaligen Kasernenanlage auf dem Gelände der Lübschen Burg einen besonderen historischen Stellenwert.
Mit den dargestellten Elementen Luft, Wasser, Feuer und Erde wird das „Phantechnikum“ für die Tourismusbranche sowie für Bildung und Freizeit ein attraktives Angebot unterbreiten. „Das Technische Landesmuseum spiegelt nicht zuletzt die wirtschaftliche und technische Entwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern wider‘, sagte Minister Otto Ebnet (SPD). „Und da haben wir von Flugzeug- und Schiffbau bis zu moderner Medizintechnik und Biotechnologie einiges zu bieten.“
Teilbereiche des Daches vom einstigen Stabsgebäude wurden bereits 2003/2004 saniert. Ein gläserner Neubauteil soll den Eingangsbereich bilden. Neben großzügig und modern gestalteten Ausstellungsflächen werde es im Dachgeschoss einen zusätzlichen Bereich für Sonderausstellungen geben. Das Ausstellungskonzept für das künftige Phantechnikum sei überzeugend und eine langfristige Nutzung gesichert, so Minister Otto Ebnet weiter.
P. M.
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Schweriner Volkszeitung 29.06.2007
Technikmuseum zieht nach Wismar
Das Technische Landesmuseum zieht nach Wismar um. Dort soll das neue Ausstellungskonzept „Phantechnikum“ umgesetzt werden. „Das Konzept ist überzeugend und eine langfristige Nutzung gesichert“, sagte Bau- minister Otto Ebnet. „Außerdem bietet Wismar als Weltkulturerbestadt ideale Bedingungen für ein solches Museum.“ Die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt sollen im vierten Quartal beginnen und Ende 2008 abgeschlossen sein. Mit der Gesamtfertigstellung des Phantechnikums ist im Jahre 2010 zu rechnen. Bisher ist das Technikmuseum im Schweriner Marstall untergebracht.
zvs
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Zeitung für die Landeshauptstadt 11.01.2007
Technikmuseum startet Umzug
Auch Experten für Schweißtechnik planen Schau in Wismar
Die Tage des Technischen Landesmuseums in Schwerin sind gezählt. In diesem Jahr beginnen die Umbauarbeiten in Wismar für den Umzug aus der Landeshauptstadt. Binnen der nächsten drei Jahre soll die größte Herausforderung des Vereins Technisches Landesmuseum MV e.V. abgeschlossen sein.
Unter dem Dach des künftigen Museums in Wismar werden auch die Mitglieder des Deutschen Verbandes für Schweißen und verwandte Verfahren e.V. (DVS) eine Heim-
statt finden. Die Schweriner Enthusiasten um Oberingenieur Winfried Baumann trafen sich jetzt in Boltenhagen, um ein Konzept für ihre eigene Ausstellungsfläche zur Geschichte der Schweißtechnik in Deutschland vorzubereiten. Dazu waren etwa 20 Mitglieder des DVS aus Schwerin und Umgebung im Seehotel „Großherzog von Mecklenburg“ versammelt. Jeder hatte ein Gebiet aufzuarbeiten. Gespräche gab es über den Lageplan und die Stücklisten. Da ging es um Vitrinen, Podeste, Mobiliar, die Kostenanalyse. Ziel bis Ende Januar ist, eine Kostenzusammenstellung auf dem Tisch zu haben, um Fördergelder beantragen zu können.
„Auf den künftigen 340 Quadratmetern Ausstellungsfläche soll die Schweißtechnik nicht nur gezeigt, sondern auch praktisch vorgeführt werden“, sagt Winfried Baumann vom DVS. Gegenwärtig ist der Verband nur mit zwei Vitrinen im Marstall vertreten. Der Großteil von 1000 Schweißgeräten und bis 70 000 Publikationen wurde im Depot eingelagert. Winfried
Baumann: „In Wismar werden die Schweriner Schweißer-Experten genügend Ausstellungsfläche für ihre Präsentation erhalten und dann erstmals zahlreiche Exponate zur Gerätetechnik und weitere Publikationen zeigen können.“
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Wirtschaftskompass 12/2006
Das Technische Landesmuseum – ein Museum der Wirtschaft für die Wirtschaft
Am 14. November blickte der Verein Technisches Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern e.V. auf eine 10jhrige erfolgreiche Entwicklung zurück. Er ist ein nachahmenswertes Beispiel für die Gestaltung der Partnerschaft der Wirtschaft mit der öffentlichen Hand im Kultursektor. Die IHK zu Schwerin hatte die Gründung des Vereins TLM Mecklenburg-Vorpommern e.V. 1 996 initiiert und stellt mit DipI.-lng. Ulrich Unger seit 10 Jahren den ehrenamtlichen Vorstandsvorsitzenden.
Diesem Verein gelang nicht nur die Rettung der Sammlung technischer Zeitzeugen des Landes Mecklenburg-Vorpommern, sondern im Zusammenwirken von Unternehmen, der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin, mehrerer Kommunen und dem Land Mecklenburg-Vorpommern auch ein Neubeginn für das Technische Landesmuseum im Jahr 1996. Die bisherige Entwicklung des Museums war nur möglich durch die engagierte Unterstützung mit Geld und Sachleistungen durch die Mitglieder sowie deren ehrenamtliches Wirken im Trägerverein und durch die verlässlichen finanziellen Beitrüge des Kultusministeriums.
So ist dieses Museum der Wirtschaft für die Wirtschaft entstanden und gewachsen, und es ist eines der ersten und der wenigen gelungenen Beispiele von „private public partnership“ in Mecklenburg-Vorpommern.
Lohnende Ziele
„Museum der Wirtschaft für die Wirtschaft wird es deshalb genannt, weil die überwiegende Zahl der Mitglieder des Vereines Unternehmer sind, weil ein wesentliches Ziel des Vereines auch darin besteht, die von der Unternehmerschaft beklagten Defizite im naturwissenschaftlich-technischen Wissen der Schüler und Auszubildenden abbauen zu helfen, weil es durch die Demonstration der Technikgeschichte des Landes zeigen will, dass Mecklenburg-Vorpommern technisch nicht so rückständig ist, wie noch überwiegend vermutet wird, weil es die Angebote für die Touristen bereichern soll u. a. m. Die Mitglieder des Vereines verbinden also durchaus mit ihrem Engagement sehr konkret vielfältige positive Wirkungen für die Wirtschaftsentwicklung und Standortgunst in Mecklenburg-Vorpommern. Denn als Land der Seen und Wälder ist Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile gemeinhin bekannt – als Land technischer Innovationen weniger. Doch es hat im historischen Rückblick und in der Gegenwart mehr lnnovatives zu bieten, als viele innerhalb und außerhalb des Landes wissen oder denken.
Geschichte der Luftfahrt in M-V
So ist die Geschichte der deutschen Luftfahrtindustrie zum Beispiel besonders mit mehreren Städten in Mecklenburg-Vorpommern verknüpft. Namen, wie die Heinkel Flugzeugwerke in Rostock, in denen das erste Strahltriebwerk entwickelt und gebaut wurde, das Fokker-Flugzeugwerk in Schwerin und das Dornier-Flugzeugwerk in Wismar sind heute kaum noch bekannt. Ebenso unbekannt ist heute, dass Wismar um 1900 mit den Podeus-Werken einen höheren Bekanntheitsgrad als Automobilbau- und Eisenbahnwaggonbaustandort besaß, als durch den Schiffbau.
Bereits die frühe Entwicklung des Flugzeugbaues wurde von dem in Anklam geborenen Otto Lilienthal maßgeblich vorangebracht. Nach dem zweiten Weltkrieg hat sich der Schweriner Ingenieur und Erfinder Ludwig Bölkow, der bereits bei Heinkel in Rostock als Entwicklungsingenieur tätig war, um die Entwicklung des deutschen Flugzeugbaues in seiner Wahlheimat München besonders verdient gemacht.
Die IHK hat deshalb sehr bewusst die Verbindung zwischen dem Flugzeugbauingenieur Ludwig Bölkow und dem Land Mecklenburg-Vorpommern genutzt und ihn als Namensgeber für den nach ihm benannten Technologiepreis gewählt.
Diese historischen Fakten drohen immer dann in Vergessenheit zu geraten, wenn es keinen Ort und keine Institution gibt, die dieses Wissen bewahrt – eben ein Technisches Landesmuseum. Das „wellness“-Land mit weiten Landschaften, Wäldern und Seen darf nicht das alleinige Markenzeichen des Landes und der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern sein und ist es auch nicht.
Zur Tätigkeit des Museums gehört nicht nur die ständig weiterentwickelte Präsentation im Schweriner Marstall. Seit 4 Jahren wird bereits eine Außenstelle in Wismar im Glashaus auf dem Bürgerpark betrieben. Zudem wird seit einem Jahr mit der Eröffnung des neuen Flughafen-Terminals in Rostock-Laage auch dort eine ständige Präsentation zu den Themen „Flugzeuggeschichte und „Windkraft gezeigt. Die ständigen Ausstellungen in Schwerin und Wismar sowie viele Sonderausstellungen an verschiedenen Orten innerhalb und außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns gehören zum kulturellen Angebot des Landes.
Bau des „Phantechnikum“
Zum Ergebnis von 10 Jahren intensiver Arbeit gehören 300.000 Besucher und etwa 30 Sonderausstellungen. Die übernommene Sammlung des Landes wurde aufgearbeitet und katalogisiert. Durch eigene Sammlungstätigkeiten verfügt der Verein heute über eine Sammlung von fast 4000 Exponaten. Das kleinste Exponat ist eine Mikrozahnringpumpe, die in der Hydraulik Nord Parchim GmbH entwickelt wurde und das größte der Dreidecker der Firma Fokker, der vom legendären Roten Baron‘ geflogen wurde.
Der Verein Technisches Landesmuseum bereitet sich bereits seit einiger Zeit darauf vor, in Wismar ein „Phantechnikum“ zu betreiben.,, Phantechnikum“ – das ist ein geschützter Name, der sowohl die Begriffe „Phantasie als auch „Technik“ enthält.
Unter dem Namen „Phantechnikum“ werden die vier Elemente Luft, Wasser, Feuer und Erde als technische Themen aufbereitet. Interaktiv und historisch, unterhaltsam und fesselnd werden die Ausstellungsabschnitte gestaltet. Daran wird in der Geschäftsführung des TLM mit Hochdruck gearbeitet. Das „Museum der Wirtschaft für die Wirtschaft“ wird zukünftig in an- sprechender Gestaltung gleichzeitig Technikgeschichte unseres Landes zeigen, wie auch noch mehr als bisher Messestandort für die innovativen Produkte aus unserer
Region sein. Die Ausstellungsfläche wird in Wismar sechs mal so groß sein als in Schwerin. Das Provisorium im Marstall wird seinem Ende entgegen gehen. In 2007 soll der Bau zur Sanierung des Gebäudes auf der Lübschen Burg in Wismar beginnen. Mit einer Fertigstellung der Räume für das Technische Landesmuseum bis 2009 wird gerechnet.
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Ostsee Zeitung 12.09.2006
20 000 Euro für künftiges Phantechnikum
Für die neue Heimstatt des Technischen Landesmuseums in Wismar überbrachte Bildungsminister Metelmann gestern 20000 Euro.
Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten für das Technische Landesmuseum im rekonstruierten ehemaligen Stabsgebäude der GUS-Truppen beginnen. Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts Mitte des Jahres 2008 soll er bis Anfang 2009 eingerichtet sein. „Es ist schwierig, die Mittel dafür zusammen zu bekommen. Deshalb hoffen wir, dass sich das Land zum Technischen Landesmuseum in Wismar bekennt und uns entsprechend unterstützt. Mit den in Aussicht gestellten Städtebaufördermitteln und eigenen Mitteln kann die Hansestadt das nicht schaffen, machte Wismars Bausenator Michael Berkhahn (CDU) gestern im Glaspavillon, der während der Landesgartenschau als Gewächshalle diente, die prekäre finanzielle Situation angesichts des Vorhabens deutlich. Um so freudiger nahm er für das Technische Landesmuseum den Zuwendungsbescheid über 20 000 Euro aus dem Zukunftsfonds des Landes von Bildungsminister Hans-Robert Metelmann (ptl.) entgegen. „Wir müssen aufpassen, dass wir das Kulturland Mecklenburg-Vorpommern nicht nur über die schönen Künste definieren. Mit Architektur, Design und Lichtkunst sowie den ingenieurtechnischen Disziplinen der Hochschule ist Wismar ein außerordentlich guter Standort, Kunst und Technik unter einen Hut zu bekommen. Insofern sieht der Standort des Museums nach einer ersten Adresse aus ‚sagte der Minister. Es sei eine „schöne Visitenkarte für das Land, dass wir technische Tradition und Perspektive haben“.
Verwendet werden soll die Finanzspritze aus Schwerin für Designerleistungen, die im Vorfeld der neuen Ausstellung erbracht werden müssen, erläuterte Dr. Wolf Karge, Geschäftsführer des Technischen Landesmuseums e. V. Nach dem schrittweisen Umzug des Museums aus Schwerin in die neue Heimstatt an der Lübschen Burg will der Verein unter dem neuen Ausstellungsnamen „Phantechnikum“ die Präsentation unter dem Blickwinkel Luft, Wasser, Feuer und Erde mit den Auswirkungen auf die Technik gestalten. Phantasie, Technik und Erlebniswelt sollen dabei im Zeichen von Bildung und Unterhaltung stehen.
Auf 4000 Quadratmetern sollen etwa 3000 inventarisierte Exponate sowie Gegenstände aus Sondersammlungen konzentriert präsentiert werden. Derzeit sind sie außer in den Provisorien im Schweriner Marstall mit etwa 700 Quadratmetern auch im Glaspavillon des Wismarer Bürgerparks mit 600 Quadratmetern oder im neuen Terminal des Flughafens Laage ausgestellt. Sowohl Dr. Karge als auch seine Mitarbeiterin Dr. Kathrin Möller sind sich sicher, dass laut inhaltlicher Konzeption die Einrichtung aus Museum und Wissenschaftszentrum künftig den Besuchern beste Möglichkeiten bietet, Kinder zum phantasievollen Spielen zu animieren, Schüler in Projekte einzubeziehen, Jugendliche und Studenten im freiwilligen Jahr oder für Diplomarbeiten eine interessante Plattform zu bieten. Ab 2009 wäre auch eine freie Werkstatt denkbar, in der Oldtimerfreunde ihrem geliebten Schrauber-Hobby nachgehen könnten.
Derzeit zählt das Museum an den Standorten Schwerin und Wismar 20 000 Besucher jährlich. Nach fünf Jahren Anlaufzeit wird mit 40 000 gerechnet. Angesichts der jährlich etwa 400 000 Besucher im Wonnemar sowie der Vielzahl der Besucher in den Wismarer Kirchen und im Tierpark regte Senator Michael Berkhahn an, daraus ein Marketingkonzept zu stricken, denn Kultur lasse sich als Wirtschaftsfaktor messen.
SPD-Landtagsmitglied und Bürgerschaftspräsident Gerd Zielenkiewitz begleitete den Schweriner Minister bei seinen anschließenden Besuchen im Stadt- geschichtlichen Museum, in der Stadtbibliothek im Zeughaus, im Stadtarchiv und im ehrenamtlich tätigen Verein „Musik in der Kirche“ e. V. in St. Nikolai.
Karin Musilinski
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Zeitung Mecklenburg-Vorpommern
Technikmuseum gesponsert
Für den Ausbau des Technischen Landesmuseums an seinem neuen Standort in Wismar erhält der Trägerverein 20 000 Euro vom Land. In Wismar entsteht ein neuartiges Ausstellungs- und Bildungszentrum, das „Phantechnikum“. Es verbindet Phantasie, Technik und Erlebniswelt mit Informationen und rege kreatives Denken an. Die Planungsarbeiten zum Umbau des ehemaligen Stabsgebäudes „Lübsche Burg“ habe die Stadt Wismar weitestgehend abgeschlossen. Die Bauarbeiten für das 12 Millionen Euro teure Vorhaben sollen am Jahresende beginnen und voraussichtlich 2008 beendet sein, hieß es.
dpa
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Lübecker Nachrichten 04.06.2006
Ein Verein für das Museum
Ein Verein will das Technische Landesmuseum unterstützen und seinen Umzug ins frühere Stabsgebäude der russischen Garnison in Wismar vorbereiten.
Ein wenig technisch-museale Atmosphäre strahlt der gläserne Pavillon im Wismarer Biirgerpark schon seit drei Jahren aus. Nach der Landesgartenschau zogen dort die ersten 50 Exponate des Technischen Landesmuseums (TLM) ein. Jetzt trafen sich zwischen historischer Technik 30 Bürger, die sich alle bereits ehrenamtlich für das TLM engagieren. Weit mehr als die Hälfte von ihnen erklärte sich auf dieser Informationsveranstaltung spontan bereit, dem zu gründenden Verein „Freunde des Technischen Landesmuseums“ beizutreten. Sie wollen einen Teil der immensen Arbeit schultern, die der Umzug des Museums aus dem Schweriner Marstall nach Wismar mit sich bringt. In zwei Jahren soll dort, wo bis 1993 noch der Stab der russischen Streitkräfte residierte, ein „Phantechnikum“ seine Tore öffnen. Der Begriff verbindet Phantasie und Technik und zeigt, dass dort nicht mehr allein alte Technik präsentiert werden soll. Ein Kompetenzzentrum für technisches Wissen soll entstehen, und eine Werkstatt möchte bei Besuchern kreatives Denken und Handeln anregen. Etwa 3000 Quadratmeter Ausstellungsfläche dürften im ersten Bau- abschnitt auch für größere Exponate reichen.
Wie etwa Luft, Wasser, Feuer und Erde im künftigen Technik-Museum im Blickwinkel der technischen Entwicklung stehen, erklärten TLM-Geschäftsführer Wolf Karge und seine Vertreterin Kathrin Möller anschaulich. Den vier Elementen sind thematisch die Entwicklung des Flugwesen, Schiffsantriebe und Schiffbau und die Entwicklung der Verbrennungsmaschinen und der Fahrzeuge zugeordnet. Ziel der Schau: Technik der Jugend näher zu bringen und damit Interesse und Kreativität zu fördern.
„Mich hat das Konzept Phantechnikum als eine Einrichtung zum Anfassen überzeugt“, findet offensichtlich nicht nur der Wismarer Horst Burow. Den 64-jährigen Ingenieur für E-Technik und einstigen Berufsschullehrer freute es, dass spontan so viele für eine Vereinsgründung votierten. Er übernimmt die Organisation. Die Satzung könnte schon beim nächsten Treffen am 13. Juni stehen. Das ist ein Datum mit Geschichte: Es ist der 150. Todestag des Mecklenburgers Ernst Alban, der die Hochdruck-Dampfmaschine erfunden hat.
Hans-Joachim Zeigert
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Ostsee Zeitung 14.10.2005
Transrapid hält am Technischen Landesmuseum
Die Planungen für den neuen Sitz des Technischen Landesmuseums an der Lübschen Burg laufen auf vollen Touren.
Der Transrapid, die Hochgeschwindigkeitsbahn, hält einmal in der Hansestadt. Nicht am Bahnhof, sondern am künftigen Sitz des Technischen Landesmuseums (TLM) an der Lübschen Burg. Einschränkend muss der Geschäftsführer des Vereins, Dr. Wolf Karge, aber einräumen, dass es sich „nur“ um ein Modell im Maßstab 1:1 handeln wird. Und wann der Zug dann auch von der Straße in Höhe Lübsche Burg aus zu sehen sein wird, dass lässt sich heute noch nicht sagen.
Jedenfalls sind die Planungen, die die Stadt Wismar in Auftrag gegeben hat, für das TLM in einer ehemaligen Kasere der einstigen GUS-Truppen schon ziemlich weit, zumindest was den Innenausbau des Gebäudes betrifft. Beauftragt wurde damit übrigens eine Schweriner Firma, die von 85 europaweiten Bewerbern das Rennen machte.
Die Detailplanungen, das heißt bis zur letzten Steckdose, dürften, wie Dr. Karge meint, nicht vor Mitte 2006 beginnen: „Und das bedeutet, dass wir auf keinen Fall für das nächste Jahr mit dem Umzug rechnen.“ Dennoch: Der bauliche Zustand des Gebäudes sei „außerordentlich positiv“. Da die Stadt Wismar für den nächsten Haushaltsplan entsprechende Mittel für den Fortgang der Arbeiten einstellt, geht das TLM davon aus, dass dann auch mit dem Innenausbau begonnen werden kann. In etwa 14 Tagen gebe es ein Gespräch mit Bürgermeisterin Rosemarie Wilcken (SPD) zu den nächsten Schritten. Dann werde auch Konkretes festgelegt, wie die einzelnen Bauabschnitte im Inneren des Hauses aussehen sollen.
Zurzeit hat der Verein sein Büro und einen Teil des Museumsbestandes in der Tarnowschule, besser gesagt in nicht benötigten Räumen der ehemaligen Brinckmanschule. Dadurch können Dr. Kathrin Möller und die anderen Mitarbeiter des Vereins immer mal wieder zur Lübschen Burg, um nach dem Rechten zu sehen und die Gedanken in die Zukunft schweifen zu lassen.
Und wenn man Wolf Karge und Kathrin Möller zuhört, ist schnell zu merken: Ihre Köpfe sind voll mit Ideen, wie es einmal in der alten Kaserne aussehen mag. Sie haben schon konkrete Vorstellungen, wie ein alter Wasserkessel aus einem alten Wasserturm auf der 4000 Quadratmeter großen Außenfläche wirken wird, wie sich eine zwölf Meter hohe Dampfmaschine machen wird, wie alte Windräder den Komplex zieren. Was dann an Vitrinen oder Regalen gebraucht wird, wissen Dr. Karge und Dr. Möller heute noch nicht. Für eine mögliche Ausstellungsfläche von 4000 Quadratmetern und zurzeit 3000 inventarisierten Stücken plus dem Fundus aus dem Großdepot des Vereins in der Landeshauptstadt Schwerin plus ungezählten Gegenständen aus Sondersammlungen verschiedener Art kein Wunder.
„Wir werden aber nichts übers Knie brechen“, ist Dr. Karge sicher, der schon jetzt befürchtet, dass „die Fläche irgendwie zu Mein sein könnte“. Beruhigend sei für ihn deshalb, dass es noch eine Ausbaufläche am Gebäude gebe. Doch das ist absolute Zukunftsmusik. Fest steht aber, dass die künftige Ausstellung Phantechnikum heißen wird — ein Name, der zusammen mit Studenten der Wismarer Hochschule entwickelt wurde. In der Hansestadt Wismar beschränkt sich die Öffentlichkeitsarbeit des Museums weiter auf den Glaspavillon im Bürgerpark – bis das neue Museum fertig ist.
Marlies Lindner
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Ostsee Zeitung 08.06.2005
Technikmuseum mit neuen Ideen bald in Wismar
„Phantechnikum“ – an diesen Namen wird man sich erst gewöhnen müssen. So wird das Technische Landesmuseum künftig heißen, das gegenwärtig nach Wismar umzieht. Wie auch an den neuen Standort des bislang mit dem Gros seiner Bestände noch in der Landeshauptstadt Schwerin beheimateten Museums.
Auf 5000 Quadratmetern Ausstellungsfläche sollen in Wismar künftig mehr Exponate gezeigt werden. Zudem wird ein völlig neues Museumskonzept erprobt, wie Ulrich Unger, Vorsitzender des Museumsvereins, ankündigt. Das Haus werde voraussichtlich ab 2008 zeigen, was der Nordosten an Fantasie und Technik zu bieten habe, verspricht der Diplom-Ingenieur.
Die Ausstellungsstücke des ehemaligen Polytechnischen Museums Schwerin, das weit über Mecklenburg-Vorpommern hinaus bekannt war, konnten bislang nur bruchstückhaft gezeigt werden, zu eng war der Platz im Schweriner Marstall. Daran mangelt es auf dem neuen Ausstellungsgelände in Wismar nicht. Das neue Museum liegt auf dem ehemals militärisch genutzten Gelände „Lübsche Burg. Dort soll zum einen historische Technik aus M-V gesammelt und präsentiert werden. Zugleich aber ist es Anliegen, die Besucher zu Kreativität in Denken und Handeln anzuregen.
Das neue „ Phantechnikum setzt dabei auf drei Bereiche: eine Kreativwerkstatt, einen so genannten Kompetenzfundus und ein Innovationsarchiv. Gegenstand der Kreativwerkstatt ist die technische Nutzung der Elemente Luft, Wasser, Erde und Feuer. Das reicht vom Flugzeugbau und der Windkraftindustrie in M-V über den traditionsreichen Schiffbaustandort bis zu Bodenschätzen und Sonnenenergie. Bei der Demonstration des Prinzips Feuer und seiner Nutzung wird insbesondere an den mecklenburgischen Dampfmaschinenpionier Ernst Alban (1791 — 1856) erinnert.
Künftig sollen die Besucher Gelegenheiten bekommen, im „Phantechnikum“ die vier Elemente zu erfahren und zu experimentieren. Der Verein hofft, dass sich auf diese Weise mehr Jugendliche für technische Berufe begeistern lassen.
Um Imagewerbung geht es auch im „Kompetenzfundus“. Dort sollen die Leistungen des Landes in technischen Bereichen wie Schiff- und Flugzeugbau, Hydraulik und Kunststoff- verarbeitung, aber auch Medizintechnik und Biotechnologie noch stärker als bisher öffentlich präsentiert werden. Außerdem ist ein „Innovationsarchiv geplant. Eine umfangreiche Sammlung an Oldtimern auf zwei, drei oder vier Rädern, Maschinen mit Dampf- oder Elektroantrieb, aber auch Exponate der Alltagstechnik sollen zum Schauen, Staunen und Weiterdenken anregen.
Bis voraussichtlich 2008 ist das noch Zukunftsmusik. Nach heftigen Querelen um Fördermöglichkeiten hatte sich der Trägerverein 2002 für einen Umzug in die Hansestadt Wismar entschieden. Für das Gesamtprojekt werden rund elf Millionen Euro benötigt.
Jürgen Seidel
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Ostsee Zeitung 30.04.2005
Technikmuseum in Wartestellung
Das „Gehirn“ des Technischen Landesmuseums ist in Wismar. Doch einen Termin für den Einzug ins Museumsgebäude gibt es noch nicht.
Der Begriff „Ideenschmiede“ hat durchaus noch Bedeutung. So war es kein Zufall, dass der Werkstattbereich des gläsernen Pavillons der Technikschau im Bürgerpark zum Treffpunkt für einen interessanten Gedankenaustausches diente. „Es ist viel zu tun. Wir benötigen Hilfe und zwar in ganz unterschiedlicher Weise.‘ Mit diesen Worten Begrüßte Dr. Wolf Karge, Geschäftsführer des Vereins Technisches Landesmuseum“ (TLM), eine ganze Reihe von Freunden, die dem Museum schon länger in ehrenamtlicher Weise mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Es waren aber auch Leute dabei, die zunächst nur neugierig waren, wie es denn weitergeht, nachdem das „Gehirn“, wie Karge es scherz- haft nannte, sprich Büro, Archiv und Bibliothek des TLM, bereits vor geraumer Zeit von Schwerin nach Wismar umgezogen ist. Natürlich steht immer wieder die Frage nach dem Zeitpunkt des Einzuges ins künftige Museumsgebäude. Den konnte auch Karge nicht nennen. Sicher ist aber, dass nach der europaweiten Ausschreibung für ein Büro, das die bauausführungsreife Planung übernimmt, so das Amtsdeutsch, Bewegung in das Projekt kommt. „Im Herbst könnte dann schon genauer gesagt werden, wie das neue Technische Landesmuseum im ehemaligen Stabsgebäude der GUS einmal aussehen soll“, zeigt sich der Geschäftsführer optimistisch.
Für eine erste öffentliche TLM-Präsentation soll am 11. September das unter Denkmalschutz stehende natursteingemauerte Wachgebäude am Eingang zur Lübschen Burg dienen. Da werden zum Beispiel allerhand ehrenamtliche Helfer benötigt.
Ebenso für die im TLM-Archiv befindlichen 5000 Patentschriften aus Mecklenburg vom Zeitpunkt der ersten Anmeldungen 1877 bis zum Jahre 1945. Karge geht davon aus, dass 98 Prozent aller angemeldeten Ideen nie in Serienfertigung gegangen sind und nach dem einstigen Registrieren ganz einfach als verstaubte Akte irgendwo liegen geblieben sind.
Diese gelte es nun nach bestimmten Prämissen zu sichten, zum Beispiel zum Thema Flugzeugindustrie. Hier sei Sachverstand von entsprechenden Praktikern gefragt, die Erfahrung besitzen und eine Nase dafür haben, wo vielleicht noch interessantes und umsetzbares Gedankengut in vergilbten Unterlagen schlummert. Neben geistiger Arbeit sind auch handwerkliche und Fertigkeiten gefragt. Interessenten können sich gern dem TLM unter 0 38 41/25 in Verbindung setzen.
Der nächste Höhepunkt ist Schweriner Museumsfest am mit buntem Familienprogramm10 bis 18 Uhr. Besucher können freuen auf zum Beispiel eine zu Eisenbahnbrücken der Schweriner Umgebung im Erläuterungen zu im Schlossmuseum oder Oldtimertechnik imLandesmuseum. Einblicke die Flinttechnologie mit praktischen Vorführungen zur Herstellung Geräten und Werkzeugen aus werden im Archäologischen Landesmuseum gegeben.
Klaus Peters
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Ostsee Zeitung 02/2005
Landesmuseum packt die Sachen
Jetzt wird es ernst: Das Technische Landesmuseum zieht nach Wismar. Zumindest das Büro, die Bibliothek und ein Teil des Depots werden vorerst in der ehemaligen Brinckmanschule untergebracht.
Die ersten Container, vollgepackt mit Kartons, Kisten und Kleinteile wurden gestern auf den Hof der ehemaligen Brinckmanschule am Kagenmarkt verfrachtet. Mit anderen Worten: Aus dem beabsichtigten Umzug des Technischen Landesmuseums (TLM) von Schwerin in die Hansestadt wird ernst. Nachdem im Glaspavillon im Bürgerpark schon eine ständige Ausstellung des Museums präsentiert wird, haben spätestens ab Ende Februar auch das Büro, die Bibliothek und kleinere Teile des Depots eine Wismarer Anschrift, wenn auch nur eine vorübergehende.
Die drei fest angestellten Mitarbeiter, zwei Auszubildende und eine Praktikantin aus der Verwaltung, der Bibliothek und der Inventarsierung sind jedenfalls froh, hier in acht großen, nicht mehr genutzten Klassenräumen und vier kleineren Zimmern fast doppelt so viel Fläche zu haben
wie bisher in Schwerin. In den meisten Räumen stehen schon große Regale für den Fundus bereit. „Dass der Aufbruch aber so plötzlich kommt, das war eigentlich nicht vorgesehen. An unserem bisherigen Sitz in Schwerin standen Bauarbeiten an, die nun früher als geplant beginnen ‚war von Dr. Kathrin Möller vom TLM zu erfahren, die in diesem Zusammenhang voll des Lobes für die gute Unterstützung verschiedener Verwaltungsebenen der Stadt ist. Wenn dann das Gebäude an der Lübschen Burg auf dem ehemaligen Kasernengelände nach einem Umbau fertig ist, Dr. Möller rechnet mit Ende 2006/Anfang 2007, kommen auch die großen Exponate aus Schwerin nach Wismar, so große Motore, Personen- und Lastkraftwagen.
Dass die kleine TLM-Truppe den Umzug mit den zig Kartons und Kisten nicht alleine bewältigen kann, lässt sich denken. Und so hievten gestern auch mehrere junge, muskelbepackte Männer das Umzugsgut aus den Containern, rannten schwer beladen ein ums andere Mal die Treppen hoch und wieder runter. Spätestens Ende Februar wird das TLM dann auch telefonisch unter einer Wismarer Rufnummer zu erreichen sein. So lange gilt die Schweriner (0385/512878).
M. L.
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Ostsee Zeitung 07.07.2004
Umzug des Landesmuseums aus Schwerin gefährdet
Nicht die Frage ob das Technische Landesmuseum von Schwerin nach Wismar umzieht, sondern das Wie beschäftigt gegenwärtig die Verantwortlichen Die Geldfrage ist nämlich unklar.Zum 21. Juli sollen auf dem ehemaligen GUS-Gelände an der Lübschen Burg die Bauarbeitenam einstigen Stabsgebäude beendet werden. Will heißen, die Schadstoffe sind bis dahin beseitigt und die Dachsanierung ist abgeschlossen,
Und das läuft alles planmäßig, wie der Geschäftsführer des Technischen Landesmuseums Dr. Wolf Karge, versichert. 1,2 Millionen Euro seien für diese Arbeiten veranschlagt worden. Immerhin will das Museum von Schwerin nach Wismar umziehen (OZ berichtete). Daran lässt der Geschäftsführer auch weiterhin keinen Zweifel aufkommen, selbst wenn für die nächsten Schritte die erforderlichen Finanzen noch in der Luft hängen, „Ja, es stimmt, dass die weitere Förderung für den Umzug noch geklärt werden muss“, bestätigte er gestern auf OZ-Anfrage, doch gehe es für ihn dabei nicht um das Ob, sondern einzig und allein um das Wie. Und ein Zurück gebe es schon gar nicht: „Für uns hat Wismar nach wie vor oberste Priorität“, versicherte Dr. Karge. Da Landesmittel stets mit EU-Fördergeldern gekoppelt seien, ist das TLM also von zwei Seiten abhängig. Und beide können bekanntlich nicht mehr aus dem Vollen schöpfen. Insgesamt waren für das Projekt Umzug von Schwerin nach Wismar seinerzeit elf Millionen Euro vom Land ins Aussicht gestellt worden – eine Summe, die sich aus Landes- und EU-Töpfen ergeben soll. Ob diese Gelder nun wirklich ausgereicht werden, steht in den Sternen. An allen Ecken werde deshalb nun nach Auskunft von Dr. Wolf Karge versucht, Gelder für den Umzug aufzubringen, wobei er darauf hinwies, dass laut Vereinbarung die Stadt für die bauseitige Schiene zuständig sei. Das TLM kümmere sich ausschließlich um die inhaltlichen Fragen. Eine Gefährdung des Umzugesscheint Wismars Bürgermeisterin nicht zu sehen. Ihr Kommentar: „Wir haben am ehemaligen Stabsgebäude angefangen zu bauen. Und für uns steht der Termin des Umzuges im Jahr 2006. Andere Informationen haben wir nicht.“
Trotz seines Bekenntnisses zu Wismar, wo der Wille, das Museum aus Schwerin in die eigenen Stadtgrenzen zu holen, ungebrochen ist, hat der Museumsverein die Landeshauptstadt als Standort nicht so ganz aus seinen Vorstellungen verdrängt. Wegen des großen Bestandes mit vielen technischen Raritäten in den Depots könne sogar eine ständige Ausstellung in Schwerin präsentiert werden, auch wenn das Museum dann schon in Wismar ist.
Marlies Lindner
