DVS und das phanTECHNIKUM

Auf ein Wort … oder zwei oder drei

Eine Ausstellung wie die der Schweißtechnik im phanTECHNIKUM lebt von Exponaten, von Bildern, von Texten. Ton- und Filmdokumente sind aber mindestens ebenso wichtig, wenn es darum geht, die Geschichte des Schweißens von allen Seiten zu beleuchten.

Deshalb ist geplant, im phanTECHNIKUM auch Akteure der Schweiß- und Fügetechnik zu Wort kommen zu lassen und sie nach ihren ganz persönlichen Sicht auf die Schweißtechnik zu befragen. „Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Schweißaufgabe?“, „Auf welches Schweißverfahren haben Sie sich spezialisiert und warum?“, „Gibt es ein Ereignis in der Geschichte der Schweißtechnik, das Sie besonders beeindruckt hat?“ Mit solchen Fragen und den dazu gehörenden Antworten bekommt die Geschichte der Schweißtechnik eine ganz persönliche Note. Neben der Vergangenheit ist aber auch die Zukunft als Gesprächsthema mit den Interviewpartnern anvisiert: „Wie wird das Schweißen der Zukunft aussehen?“, „Warum sollten junge Menschen heute eine fügetechnische Ausbildung machen?“ sind mögliche Fragen, aus zum Dialog über die vielfältigen Karrieremöglichkeiten der Fügetechnik einladen.

Die Interviews könnten als Audioversion oder als Videoaufnahme im phanTECHNIKUM präsentiert werden. Weil sie eine echte Bereicherung für die Ausstellung sind, erarbeiten der DVS und das Technische Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern derzeit die konkrete Umsetzung.

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Ein außergewöhnliches Ausstellungsstück

… für ein außergewöhnliches Museum: Ende Januar machte sich die Karosse einer Mercedes-Benz C-Klasse auf den Weg von Hamburg nach Wismar. Das Geschenk des Mercedes-Benz Werkes in Hamburg kommt ohne Türen, Räder und ohne Einrichtung daher, und eben darin liegt seine Besonderheit. Warum? Der Rahmen ist entscheidend!

IMG_1872Anhand der vielen sichtbaren Schweißverbindungen des Objektes können sich die Besucher des phanTECHNIKUM später ein deutliches Bild von den Schweißverfahren machen, die in der Industrie angewendet werden. Deshalb wird das 700 Kilogramm schwere Exponat im phanTECHNIKUM einen Ehrenplatz in der Ausstellung „Feuer verbindet – Geschichte und Gegenwart der Fügetechnik“ einnehmen. Zur Zeit gehen dort aber noch Bauarbeiten vonstatten, deshalb wird die C-Klasse erst einmal zwischengelagert. Der DVS und das phanTECHNIKUM freuen sich aber schon jetzt über diese Schenkung, die Diplom-Ingenieur Udo Osterhold als Vorsitzender des DVS-Landesverbandes Hamburg/Schleswig-Holstein ermöglicht hat.

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Von Bauarbeiten und Arbeitstreffen

„Und während draußen noch gebaut wird, wird drinnen schon emsig geplant“. Unter einer Überschrift wie dieser lässt sich das Treffen der DVS-Arbeitsgruppe „phanTECHNIKUM“ zusammenfassen, das am 7. und 8. März 2010 in Wismar stattfand. Die Begehung der Baustelle zeigte, was die Beteiligten schon befürchtet hatten: Der harte und lange Winter hat Bauverzögerungen von rund dreieinhalb Monaten mit sich gebracht, die den gesamten Zeitplan des Projektes auf den Kopf stellen. Davon mehr oder minder unbeeindruckt widmeten sich die Arbeitsgruppen-Mitglieder am zweiten Tag intensiv dem Ausstellungskonzept der Abteilung „Feuer“ und einer immens langen „Noch zu erledigen-Liste“. Schließlich soll die Ausstellung den Besucher nicht nur durch die gesamte Geschichte der Fügetechnik von den frühen Anfängen bis hin zur Eroberung des Weltraumes führen, sondern auch von Anfang an begeistern. Dazu gehört auch, immer wieder für Aha-Effekte zu sorgen und die Gegenwart von Fügetechnik im Alltag zu zeigen. Zwischen Schweißrobotern, Lötlampen und Autokarossen kann dann auch schon mal ein Kochtop mit Sandwich-Boden auftauchen, ein Fahrrad-Rahmen zum Exponat werden und die ein oder andere Persönlichkeit der Fügetechnik in Ton- und Bilddokumenten zu Wort kommen. Die DVS-Arbeitsgruppe stellt sich den anstehenden Aufgaben mit großem Elan, damit es möglichst bald in Wismar heißt: „Willkommen im phanTECHNIKUM!“