Archiv für die Kategorie ‘Objekte’

Segeln für Anfänger

Samstag, 26. Juni 2010

Drei Ventilatoren, eine glatte Fläche und fünf Schiffe aus PVC und Holz. Fertig ist ein Segeltisch. Klingt einfach, ist aber wesentlich komplizierter. Die Produktion eine der originellsten Experimentierstationen des zukünftigen phanTECHNIKUM liegt deshalb in den Händen der renommierten Firma Kurt Hüttinger GmbH & Co. KG in Schwaig bei Nürnberg, die sich auf die Produktion besonderer Ausstellungsobjekte spezialisiert hat.

Diplom-Ingenieur Benny Beringer und Techniker Christian Krause im Gespräch

Diplom-Ingenieur Benny Beringer (l.) und Techniker Christian Krause im Gespräch

Fast fertig ist die beeindruckende Konstruktion, die die Mitarbeiter des Technischen Landesmuseums Andrej Quade und Christian Krause im vergangenen Juni bestaunten. „Selbst für Erwachsene ist der Segeltisch ein großer Spaß. Das Prinzip des Segelns wird damit spielerisch erklärt“, sagt Andrej Quade. Auf dem beinahe zwei Meter langen und breiten Segeltisch befinden sich Ventilatoren, die auf Knopfdruck kleine Segelboote mit unterschiedlichen Segeln aus Polystyrol antreiben. Wer kann gegen den Wind segeln? Die Poeler Kogge oder die Atalanta? „Der Segeltisch wird diese Fragen beantworten“, sagt Andrej Quade. Segelsetzen und Schiffssteuerung können Besucher an diesem Modell mühelos nachvollziehen und ausprobieren.

Noch finden letzte Arbeiten an dem Segeltisch statt. Das Modell wird bis auf weiteres in Schwaig auf seinen Transport nach Wismar warten müssen. Schon jetzt wird die Ankunft des ungewöhnlichen Tisches mit Freude erwartet. „Der Segeltisch wird sicher ein Publikumsmagnet im phanTECHNIKUM sein“, sagt Andrej Quade mit Blick in die Zukunft.

Schiffsmodelle „Made in M-V“

Donnerstag, 18. März 2010

Wer kann übers Wasser gehen? Kann Wasser brennen? Warum schwimmt ein Schiff? Der zukünftige Ausstellungsbereich zum Thema Wasser im phanTECHNIKUM® wird diese kuriosen Fragen beantworten.

Ansicht: Friedrich Franz

Ansicht: Friedrich Franz

Besucher bekommen Einblicke in die Welt der verschiedenen Eigenschaften des Wassers und in die Vielfalt der Wassernutzung. Auch Schiffe und Antriebe werden zu den Themen gehören, denen sich die „Wasserabteilung“ widmet. Die Ausstellungsvorbereitung in Zusammenarbeit mit der Hochschule Wismar ist bereits in vollem Gange.

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Kostbares Geschenk aus Hamburg

Samstag, 30. Januar 2010
Ein prüfender Blick auf das verzinkte Automobil.

Ein prüfender Blick auf das verzinkte Automobil.

Eine Luxus-Limousine machte sich im Januar 2010 auf die Reise. Aus Hamburg fand ein Mercedes Benz der C-Klasse seinen Weg in das Technische Landesmuseum. Rund 700 Kilogramm schwer ist die kostbar verzinkte Karosse. Das Geschenk des Mercedes Benz Werkes Hamburg wird in die Ausstellung des phanTECHNIKUM® integriert. Ende Januar transportierten Mitarbeiter des Technischen Landesmuseums die Karosse von Hamburg nach Wismar, um sie am folgenden Tag zunächst in den Stadtwerken einzulagern.

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Abflug ins phanTECHNIKUM® – am 12. März ging ein Flieger auf Reisen: von Parchim nach Wismar

Freitag, 13. März 2009

Es ist 70 Jahre her: am 27. August 1939 wurde mit dem Erstflug der He 178 in Rostock das Zeitalter der Düsenflugzeuge eröffnete. Flugkapitän Erich Warsitz erinnerte sich später: „Die Maschine (He 178) wurde an den Start geschleppt. … Langsam gab ich Vollgas. … Nach einer Startstrecke von ca. 300 m holte die Maschine rasch Fahrt auf… und dann hob sie ab. … vorsichtig flog ich ganz ruhig zwei Platzrunden. Ich war jetzt sechs Minuten in der Luft und musste zur Landung ansetzen. … Ohne einen Sprung zu machen setzte die Maschine glatt auf, rollte genau in Landerichtung aus, und unmittelbar vor Dr. Heinkel und seiner Gruppe brachte ich sie zum Stehen.“

Ein neues Antriebssystem steht hinter dem Flugzeug – entwickelt von dem damals gerade 28jährigen Hans von Ohain.

Das Originalflugzeug ist in den Wirren des II: Weltkrieges verlorengegangen. Inzwischen gibt es aber zwei Nachbauten von dem Strahlflugzeug He 178. Einer hängt im Ohain-Terminal Laage – und ein zweiter steht abholbereit in Parchim. Dort haben Kollegen des bfw Parchim unter der Leitung von Herrn Lindemann und der fachlichen Beratung von Dr. Rainer Weiß seit 2006 am Flugzeug „gebastelt“, getüftelt und es schließlich fertiggestellt.

Am 12. März wurde der Flieger nach Wismar transportiert. Dort soll er ab Ende 2010 gemeinsam mit der Fokker Dr. I und dem Lilienthal-Gleiter über die wichtigsten Etappen der Flugzeugbaugeschichte erzählen – und zwar in der Lufthalle des phanTECHNIKUM®.

Bis der Flieger seinen endgültigen Standort erhält, wird er in der Technikschau Wismar (Bürgerpark) präsentiert.