Archiv für die Kategorie ‘Baufortschritt & Planung’

Feuer, Wasser, Luft und mehr

Donnerstag, 24. September 2009

Mit dem Projekt phanTECHNIKUM® geht das Technische Landesmuseum neue Wege. Bisher betreut die gemeinnützige Betriebsgesellschaft die Ausstellungen im Schweriner Marstall und Wismarer Glashaus. Beide Präsentationen beschäftigen sich mit der Technikgeschichte des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Das phanTECHNIKUM® wird diese Ausstellungen unter einem Dach vereinen, ergänzen und in völlig neuer Form präsentieren.

Vorentwurf des Feuertunnels

Vorentwurf des Feuertunnels

„Technikgeschichte steht  in dem neuen Haus weiterhin im Vordergrund, aber die Schau zeigt sich in einem völlig anderen Gewand“, erklärt Andrej Quade. Der Mitarbeiter des Technischen Landesmuseums ist für die Inhalte des Ausstellungsbereiches „Feuer“ zuständig, während sich Projektleiterin Dr. Kathrin Möller mit der Vorbereitung der „Luft“- und „Wasser“-Räume beschäftigt. „Unsere Exponate ordnen sich in Zukunft den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde unter.“ Im „Feuer“-Bereich des Hauses lernt der Besucher die technischen Vorgänge des Schweißens und Lötens kennen. „Auch die Schmiedekunst und die Stromerzeugung finden sich  in diesen Räumen thematisiert“, sagt Quade mit Blick auf sein Regiebuch, das alle wichtigen Daten für den „Feuer“-Bereich der Ausstellung beinhaltet. Seit vielen Monaten widmet er sich bereits der Arbeit an den Inhalten der Schau. „Das phanTECHNIKUM® soll Jung und Alt begeistern. Die Wahl der Inhalte ist dabei entscheidend. Wir müssen jetzt die Vorarbeit leisten, damit der Besucher später zufrieden ist.“

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Bau nimmt Gestalt an

Donnerstag, 10. September 2009
Erste Arbeiten an der Außenfassade

Erste Arbeiten an der Außenfassade

Der Bau des phanTECHNIKUM® schreitet voran. „Wir liegen ungefähr im Zeitplan“, erklärt Norman Poschwatta. Der Verantwortliche für technische Angelegenheiten des Landesmuseums zeigt sich mit den bisherigen Baufortschritten zufrieden. „Teile der Außenfassade sind bereits bearbeitet. Innerhalb des Gebäudes wurden Stützsysteme eingefügt und Fundamente fertiggestellt. Im Keller wird im Moment die Aufzugsunterfahrt betoniert.“ Die ARGE phanTECHNIKUM Zaschke & Gabler sowie die Wismarer Bauunion leisten gute Arbeit in und an dem Bau, der einst als Kaserne diente.

Zukünftige Aufzugsunterfahrt

Zukünftige Aufzugsunterfahrt

An den Wänden hängen noch vergilbte, russische Zeitschriften. Wind pfeift um die Ecken und wirbelt Staub auf. Bauschutt liegt in den Treppenhäusern. Der zukünftige Bau des phanTECHNIKUM® ist eine große Baustelle, auf der in den nächsten Monaten viele helfende Hände anpacken müssen. „Täglich sind ungefähr 20 Leute damit beschäftigt Beton zu gießen, Wände zu errichten, einzureißen oder Maueröffnungen zu schließen“, erklärt Poschwatta. Er selbst nimmt als technischer Leiter an den wöchentlichen Baubesichtigungen teil, überprüft den Ablauf der Arbeiten und weist auf Verbesserungsmöglichkeiten hin. „Ich bin auf das Endresultat gespannt, aber bis dahin ist es noch ein langer Weg.“ Im Winter werden die Bauarbeiter weiter schuften müssen, um den knappen Zeitplan nicht durcheinander zu bringen.

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Planungen zum Umbau und Erweiterung des ehemaligen Kasernengebäudes

Donnerstag, 25. Juni 2009

phanTECHNIKUM® Wismar, Lübsche Straße 176

Stand: Mai 2009

Planung: Architekturbüro Joachim Brenncke Schwerin

Bauaufgabe: Umbau und Erweiterung eines ehemaligen Kasernengebäudes

geplante Termine:

Baubeginn 1. Bauabschnitt: Januar 2009
Fertigstellung 1. Bauabschnitt: September 2010

Planung

Bei der Planung des phanTECHNIKUM® wurde Wert auf flexible Nutzungsmöglichkeiten gelegt, um die ehemalige Kaserne den zukünftigen sich entwickelnden Anforderungen anzupassen. Das vorhandene Kasernengebäude wird komplett saniert für die Nutzung umgebaut. Im Vordergrund des Entwurfs steht die Umsetzung des besonderen Ausstellungs-Konzeptes.
Die größeren notwendigen Umbauten im Südwest- und Südostflügel bilden dabei eine Besonderheit. In diesem Bereich wird auch die Fassade zum Innenhof deutlich verändert. Es werden die Fensterachsen im EG aufgebrochen und große Öffnungen angeordnet. So werden Sichtbeziehungen vom Ausstellungsinnenraum zum Außenraum des Innenhofes und umgekehrt ermöglicht. Die Struktur des übrigen Gebäudes mit der bestehenden Tragkonstruktion bleibt weitgehend erhalten.

Der Innenhof

Der Innenhof

Funktion

Im Ausstellungsbereich des Nordostflügels wird für einen für Ausstellungen nutzbaren Innenraum das Prinzip der eigentlichen Flure umgekehrt. So werden diese zu Räumen umfunktioniert und die Wegeführung erfolgt über die miteinander verbundenen Ausstellungsräume. In den sogenannten Raumnischen können Kleinexponate ausgestellt werden, Sitzgelegenheiten angeordnet, oder auch Räume zur Anschauung oder zum Experimentieren untergebracht werden.

Der Eingangsbereich

Der Eingangsbereich

Die beiden Neubauten, Eingangs- und Depotgebäude, heben sich in der Gestaltung deutlich vom Bestand ab. Je nach ihrer Funktion werden sie völlig unterschiedlich gestaltet. Bei dem Eingangsgebäude handelt es sich um einen weitgehend transparenten eingeschossigen Glaskubus, der für die Korrespondenz zwischen Innen- und Außenraum sorgt. Das Depotgebäude zeigt durch seine Geschlossenheit die Lagerfunktion. Als eine Art Bewahrungsbox begrenzt der Neubau den Innenhof in nordwestliche Richtung.
Der Glaskubus, der durch den Südostflügel eingeschoben ist, kennzeichnet dem Besucher deutlich den Eingangsbereich. Hier sind Foyer, Kasse, Garderobe, Shop und eine Cafeteria untergebracht. Er öffnet sich zum Innenhof und es erschließt sich dem Besucher die Ausstellung in zwei Richtungen über drei Etagen. Durch Öffnung des alten Kasernengebäudes wird eine Integration von Großexponaten des Außenraumes in die Ausstellung erlebbar.

Der erste Stein

Montag, 18. Mai 2009

Grundsteinlegung3

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„Die Grundsteinlegung ist ein erfolgreicher Schritt. Mit dem phanTECHNIKUM ist Wismar um eine Attraktion reicher“, lobt Sebastian Schröder. Der Staatssekretär des Landesministeriums für Verkehr, Bau und Landesentwicklung fand bei der Grundsteinlegung für das neue Gebäude des Technischen Landesmuseums nur lobende Worte. Auch Senator Thomas Beyer, der die Wismarer Bürgermeisterin Rosemarie Wilcken vor Ort vertrat, freute sich: „Ein großartiger Tag für die Stadt.“
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Mit der Grundsteinlegung am 18. Mai 2009 läuteten die Verantwortlichen den ersten Bauabschnitt des ambitionierten Projektes symbolisch ein. Unter Beobachtung der zahlreichen Besucher verlöteten und versenkten die Dachdecker Bodo Dietrich und Jeremy Müller eine Schatulle mit Entwürfen des Architekten, Plänen zukünftiger Ausstellungen, einer aktuellen Ausgabe der Ostsee-Zeitung, einem Stadtplan und Münzen im Erdboden. Senator Thomas Beyer legte die Schlussplatte des Grundsteines.

Der Anfang ist gemacht. Das Gros der Bauarbeiten wird in den nächsten Monaten folgen.