Archiv für die Kategorie ‘Baufortschritt & Planung’

Achtung, Decke fällt!

Dienstag, 20. Juli 2010

Hinter der roten Backsteinfassade des phanTECHNIKUM herrscht reger Betrieb. Bau- und Abbrucharbeiter geben sich die Klinke in die Hand. Immer deutlicher sind inzwischen die Ausmaße der zukünftigen Ausstellungsräume zu sehen. Kleine Räume verwandeln sich Schritt für Schritt in große Hallen.

Ein Meer aus Steinen bedeckt den Boden. Viele Decken der ehemaligen Kaserne müssen weichen.

Ein Meer aus Steinen bedeckt den Boden. Viele Decken der ehemaligen Kaserne müssen weichen.

„Das Abbrechen der Decken ist psychologisch ein wichtiger Baufortschritt“, sagt Norman Poschwatta. „Nach den aufwendigen Gründungs- und Sicherungsarbeiten können wir endlich einen sichtbar veränderten Bautenstand vermelden.“ Der Technische Leiter ist mit den Abbrucharbeiten zufrieden. „Die Zwischenwände sind raus, nun lassen die Männer eine Decke nach der anderen fallen. Dadurch ergeben sich völlig neue Blickachsen.“ (weiterlesen…)

Der lange Weg zur Barrierefreiheit

Donnerstag, 10. Juni 2010

„Die Vermeidung von Barrieren ist für zehn Prozent der Bevölkerung Deutschlands dringend erforderlich und für 30 bis 40 Prozent eine Notwendigkeit“, sagt Wilfried Steinmüller. Der Mitarbeiter des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern weist auf die Wichtigkeit barrierefreier Einrichtungen hin. Wilfried Steinmüller ist einer der Teilnehmer, die der Einladung des Museumsverbandes Mecklenburg-Vorpommern zum Seminar „Warum, Wie und für Wen? Herausforderungen und Chancen eines barrierefreien Museums“ gefolgt sind. Mitarbeiter  unterschiedlicher Museen des Landes, darunter auch ein Vertreter des zukünftigen phanTECHNIKUM, trafen sich am 7. Juni 2010, um über rechtliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen,  Anforderungen spezifischer Behindertengruppen, bauliche Umsetzungsmöglichkeiten und museumspädagogische Arbeit zu diskutieren.

Wilfried Steinmüller (Tourismusverband MV) und Dr. Stefan Knüppel (Fallada-Hause) beim „tastenden Sehen“ (v. l.).

Wilfried Steinmüller (Tourismusverband MV) und Dr. Stefan Knüppel (Fallada-Haus) beim „tastenden Sehen“ (v. l.).

„Barrierefreiheit ist für Museen kein fakultativer Begriff mehr“, sagt Andrej Quade. Der Mitarbeiter des Technischen Landesmuseums und Organisator des Seminars in der Ernst Barlach Stiftung in Güstrow ist sich der Notwendigkeit eines barrierefreien Ausstellungshauses sehr bewusst. „Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Allein in Mecklenburg-Vorpommern lebten Ende 2009 rund 291.000 Menschen mit Behinderungen. Bundesweit leiden rund 25 Prozent der Deutschen unter Mobilitäts- und Aktivitätseinschränkungen.“ Grund genug, um Barrierefreiheit für Museen zu fordern. „Im phanTECHNIKUM wollen wir Barrierefreiheit als Standard für alle Bereiche der Einrichtung anstreben“, erklärt Andrej Quade. Ein Ziel, das sich an dem Behindertengleichstellungsgesetz des Bundes (BGG) orientiert. (weiterlesen…)

Stein auf Stein

Samstag, 01. Mai 2010
Geräumig und fertig: Aufzugsschacht aus Beton.

Geräumig und fertig: Aufzugsschacht aus Beton.

Der Bau des phanTECHNIKUM® schreitet voran. Die steigenden Temperaturen lassen das Leben auf der Baustelle an der Lübschen Burg erwachen. „Die Bauverzögerungen, die der lange Winter mit sich gebracht hat, lassen sich nicht aufholen. Dennoch schauen wir optimistisch in die Zukunft. Die Bauarbeiten sind gut angelaufen“, erklärt Norman Poschwatta. Der Verantwortliche für technische Angelegenheiten des Landesmuseums hofft auf eine schnelle Umsetzung der Baupläne. Schon jetzt ist der Fortschritt der letzten Wochen auffällig. (weiterlesen…)

Ein Museum für alle

Montag, 12. Oktober 2009
Tasten statt Sehen

Tasten statt Sehen

„Barrierefreiheit ist im Museumsbetrieb sehr wichtig“, sagt Andrej Quade. Der wissenschaftliche Mitarbeiter des Technischen Landesmuseums betont die Idee eines Museums für alle. „Wir dürfen nicht nur zwischen alten und jungen Besuchern unterscheiden, sondern müssen bei unseren Planungen auch an sehbehinderte, blinde, hörgeschädigte, gehörlose und mobilitätseingeschränkte Menschen denken.“ Viele Einrichtungen berücksichtigen erst viel zu spät die Bedürfnisse dieser Besucher. „Es gibt im Museumsbereich viele Beispiele für fehlendes Mitdenken“, sagt Jana Gottschling. Die Tourismusbeauftragte des Blinden- und Seebehindertenverbands Mecklenburg-Vorpommern kritisiert fehlende Kontraste,  mangelhafte Orientierungsmittel oder unzureichende Beleuchtungen. „Solche Dinge machen den Museumsbesuch für uns nicht lohnenswert.“

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Über Denker und Planer

Montag, 05. Oktober 2009

Kein neuer Museumsbau ohne kreative Köpfe. Graphiker, Lichtgestalter und Innenarchitekten sind aktiv, um das phanTECHNIKUM® zu einem interessanten Ausstellungsort zu machen. Jens Göllner aus Vechta ist für die Innenarchitektur zuständig. Heike Bräuer und Marion Hornung kümmern sich um die graphischen Gestaltungsmöglichkeiten, während Dana Bauer Objekte und Texte mit dem richtigen Licht in Szene setzt. Sie bilden die Arbeitsgemeinschaft RaumLichtGrafik für das phanTECHNIKUM®.

Andrej Quade (l.) und Jens Göllner (r.) im Gespräch

Andrej Quade (l.) und Jens Göllner (r.) im Gespräch

„Die Objekte sind das Wichtigste in einer Ausstellung. Wir kümmern uns um das Drumherum“, sagt Göllner mit Blick auf die Raumpläne. Neue Ideen entstehen im Gespräch mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Technischen Landesmuseums und den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft. Die Diskussionen drehen sich um Anordnungen im Raum, Medienstationen, spannende Inszenierungen, Fenster und Wandgestaltungen. Jedes Detail zählt. „Das Museum ist schließlich kein Ort rein wissenschaftlicher Abhandlungen, sondern erst das Zusammenspiel von Objekt, Aura und Erläuterung macht die Ausstellung interessant“, sagt Heike Bräuer. Das phanTECHNIKUM® soll modern und spannend, interessant und originell sein. Dieses Ziel haben sich die Kreativen auf die Fahnen geschrieben.

„Im Gespräch mit dem Innenarchitekten, den Graphikern und der Lichtgestalterin entstehen immer wieder neue Ideen. Die Zusammenarbeit ist unkompliziert. Jeder bringt sich mit ein“, sagt Andrej Quade. Der wissenschaftliche Mitarbeiter des Technischen Landesmuseums arbeitet eng mit den Gestaltern zusammen. Pläne werden ausgiebig studiert und diskutiert. Neue Entwürfe entstehen. „Es ist ein stetiger Prozess. Das Technische Landesmuseum liefert die Inhalte. Die Präsentationsmöglichkeiten erklären uns die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft. Das läuft Hand in Hand.“

Vor den Gestaltern liegt noch viel Arbeit. Gute Ideen sind gefragt. Auch in den nächsten Wochen und Monaten. Bis das phanTECHNIKUM® seine Tore öffnet.