Rot, auffällig und originell. Die Spendenmaschine des phanTECHNIKUM® ist nicht zu übersehen. Seit dem 23. Oktober 2009 zieht sie ihre Blicke im Freizeitbad Wonnemar auf sich. Bisher hat der Förderturm im Eingangsbereich der Sparkassenfiliale am Wismarer Marktplatz um Spenden gebeten. „Von dem neuen Standort erhoffen wir uns mehr Aufmerksamkeit“, sagt Dr. Kathrin Möller. Die Projektleiterin des phanTECHNIKUM® schätzt die Hilfe der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest, die den Förderturm viele Monate beherbergte. „Wir sind für jede Unterstützung dankbar. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Mecklenburg-Nordwest sind für uns wichtige Förderer“, lobt Möller.
Was ist das phanTECHNIKUM?
Diese und andere Fragen beantworten wir auf einer separaten Seite über das phanTECHNIKUM.
Fördern im Freizeitbad
11. November 2009Ein Museum für alle
12. Oktober 2009„Barrierefreiheit ist im Museumsbetrieb sehr wichtig“, sagt Andrej Quade. Der wissenschaftliche Mitarbeiter des Technischen Landesmuseums betont die Idee eines Museums für alle. „Wir dürfen nicht nur zwischen alten und jungen Besuchern unterscheiden, sondern müssen bei unseren Planungen auch an sehbehinderte, blinde, hörgeschädigte, gehörlose und mobilitätseingeschränkte Menschen denken.“ Viele Einrichtungen berücksichtigen erst viel zu spät die Bedürfnisse dieser Besucher. „Es gibt im Museumsbereich viele Beispiele für fehlendes Mitdenken“, sagt Jana Gottschling. Die Tourismusbeauftragte des Blinden- und Seebehindertenverbands Mecklenburg-Vorpommern kritisiert fehlende Kontraste, mangelhafte Orientierungsmittel oder unzureichende Beleuchtungen. „Solche Dinge machen den Museumsbesuch für uns nicht lohnenswert.“
Besuch in Berlin
06. Oktober 2009Das phanTECHNIKUM® präsentiert sich seinen zukünftigen Besuchern. Nicht nur in Wismar und Umgebung, sondern auch in Berlin. Am Tag der Deutschen Einheit veranstalteten einige Landesvertretungen der Bundesländer einen gemeinsamen „Tag der offenen Tür“ in den Ministergärten. Zu den zahlreichen Ausstellern gehörte auch das phanTECHNIKUM®. Mit im Gepäck: der Turm von Hanoi, Zahlenspiele und Holzpuzzle. „Unser Angebot wurde sehr gut angenommen. Der Andrang war riesig“, sagt Grit Preibisch. Die wissenschaftliche Volontärin des Technischen Landesmuseums zeigt sich zufrieden. „Unser Konzept des Mitmachens setzt sich durch. Ältere und jüngere Menschen hatten an unserem Stand ihren Spaß.“ Das phanTECHNIKUM® macht jetzt schon auf sich aufmerksam. Mitmachen und Anfassen wird auch im zukünftigen Wismarer Erlebniszentrum groß geschrieben.
Nicht nur Opa und Enkelin, sondern auch junge Pärchen oder Großfamilien tüftelten und grübelten in Berlin um die Wette. Die Löt- und Roboterwerkstatt der Universität Rostock stieß auf ähnlich großes Interesse. „Sich selbst ausprobieren macht allen Freude. Das haben uns die leuchtenden Kinderaugen und die grübelnden Mienen der Besucher gezeigt“, sagt Grit Preibisch. Umso mehr dürfen sich die Hobbytechniker auf das phanTECHNIKUM® freuen. „Das Interesse für Technik ist vorhanden. Bald wird es nicht nur auf solchen Veranstaltungen, sondern vor allem auch im phanTECHNIKUM® gestillt.“
Über Denker und Planer
05. Oktober 2009Kein neuer Museumsbau ohne kreative Köpfe. Graphiker, Lichtgestalter und Innenarchitekten sind aktiv, um das phanTECHNIKUM® zu einem interessanten Ausstellungsort zu machen. Jens Göllner aus Vechta ist für die Innenarchitektur zuständig. Heike Bräuer und Marion Hornung kümmern sich um die graphischen Gestaltungsmöglichkeiten, während Dana Bauer Objekte und Texte mit dem richtigen Licht in Szene setzt. Sie bilden die Arbeitsgemeinschaft RaumLichtGrafik für das phanTECHNIKUM®.
„Die Objekte sind das Wichtigste in einer Ausstellung. Wir kümmern uns um das Drumherum“, sagt Göllner mit Blick auf die Raumpläne. Neue Ideen entstehen im Gespräch mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Technischen Landesmuseums und den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft. Die Diskussionen drehen sich um Anordnungen im Raum, Medienstationen, spannende Inszenierungen, Fenster und Wandgestaltungen. Jedes Detail zählt. „Das Museum ist schließlich kein Ort rein wissenschaftlicher Abhandlungen, sondern erst das Zusammenspiel von Objekt, Aura und Erläuterung macht die Ausstellung interessant“, sagt Heike Bräuer. Das phanTECHNIKUM® soll modern und spannend, interessant und originell sein. Dieses Ziel haben sich die Kreativen auf die Fahnen geschrieben.
„Im Gespräch mit dem Innenarchitekten, den Graphikern und der Lichtgestalterin entstehen immer wieder neue Ideen. Die Zusammenarbeit ist unkompliziert. Jeder bringt sich mit ein“, sagt Andrej Quade. Der wissenschaftliche Mitarbeiter des Technischen Landesmuseums arbeitet eng mit den Gestaltern zusammen. Pläne werden ausgiebig studiert und diskutiert. Neue Entwürfe entstehen. „Es ist ein stetiger Prozess. Das Technische Landesmuseum liefert die Inhalte. Die Präsentationsmöglichkeiten erklären uns die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft. Das läuft Hand in Hand.“
Vor den Gestaltern liegt noch viel Arbeit. Gute Ideen sind gefragt. Auch in den nächsten Wochen und Monaten. Bis das phanTECHNIKUM® seine Tore öffnet.
Feuer, Wasser, Luft und mehr
24. September 2009Mit dem Projekt phanTECHNIKUM® geht das Technische Landesmuseum neue Wege. Bisher betreut die gemeinnützige Betriebsgesellschaft die Ausstellungen im Schweriner Marstall und Wismarer Glashaus. Beide Präsentationen beschäftigen sich mit der Technikgeschichte des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Das phanTECHNIKUM® wird diese Ausstellungen unter einem Dach vereinen, ergänzen und in völlig neuer Form präsentieren.
„Technikgeschichte steht in dem neuen Haus weiterhin im Vordergrund, aber die Schau zeigt sich in einem völlig anderen Gewand“, erklärt Andrej Quade. Der Mitarbeiter des Technischen Landesmuseums ist für die Inhalte des Ausstellungsbereiches „Feuer“ zuständig, während sich Projektleiterin Dr. Kathrin Möller mit der Vorbereitung der „Luft“- und „Wasser“-Räume beschäftigt. „Unsere Exponate ordnen sich in Zukunft den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde unter.“ Im „Feuer“-Bereich des Hauses lernt der Besucher die technischen Vorgänge des Schweißens und Lötens kennen. „Auch die Schmiedekunst und die Stromerzeugung finden sich in diesen Räumen thematisiert“, sagt Quade mit Blick auf sein Regiebuch, das alle wichtigen Daten für den „Feuer“-Bereich der Ausstellung beinhaltet. Seit vielen Monaten widmet er sich bereits der Arbeit an den Inhalten der Schau. „Das phanTECHNIKUM® soll Jung und Alt begeistern. Die Wahl der Inhalte ist dabei entscheidend. Wir müssen jetzt die Vorarbeit leisten, damit der Besucher später zufrieden ist.“




